3 Gründe, warum der Pagerank nicht tot ist
Totgesagte leben länger. Das trifft auch auf den Pagerank zu. Immer wieder war und ist zu lesen, dass der Pagerank als Kennzahl für die Verlinkung einer Seite im Netz keine oder bestenfalls nur noch marginale Bedeutung hat. Und in der Tat, es stimmt, dass es inzwischen eine große Anzahl an Ranking-Faktoren gibt, die beachtet werden müssen - nicht erst seit der Entdeckung von Social Media. Doch heißt das im Umkehrschluss, dass dadurch der Pagerank unwichtig geworden sei? Ich nenne drei Gründe, warum das nicht so ist.
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Das Pagerank-Prinzip
Der Pagerank ist eine Kennzahl, die erkennen lässt, wie viele Backlinks eine Seite besitzt und wie gut wiederum die Seiten vernetzt sind, von denen die Backlinks stammen. Dabei gilt, dass Backlinks von Seiten mit einem hohen Pagerank mehr ins Gewicht fallen als Backlinks von Seiten mit geringerem Pagerank. Umso weniger ausgehende Links eine Seite hat, desto höher ist der Wert der einzelnen Links.
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Lange Zeit galt der Pagerank einer Seite als einer der wichtigsten Indikatoren für ihr Rankingpotential. In den vergangenen Jahren wurde jedoch die Bedeutung des Pageranks mehr und mehr in Frage gestellt, weil sich die Aufmerksamkeit auf andere Rankingfaktoren verlagerte wie beispielsweise Social Media. Dazu kam ein Missbrauch von gekauften oder anderswie unbotmäßig erworbenen Links, was den Pagerank in Misskredit brachte.
Dennoch sollte den Pagerank als Kennzahl nicht abschreiben, und zwar aus folgenden Gründen:
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1. Der Pagerank stellt das Ur-Prinzip von Google dar.
In ihrer Arbeit "The Anatomy of a Large-Scale Hypertextual Web Search Engine" beschreiben die Google-Gründer Sergei Brin und Lwarence Page den bekannten Mechanismus, der die Relevanz eines Knotens im Netz durch dessen Verlinkung von anderen Knoten bestimmt. Mit Hilfe dieses Prinzips gelang es Google, an den etablierten Suchmaschinen der damaligen Zeit vorbei zu ziehen und bessere Suchergebnisse darzustellen als die Konkurrenz. Auch wenn in der Zwischenzeit viele weitere Relevanzkriterien hinzugekommen sind, so stellt die genannte Arbeit nach wie vor ein wichtiges Element von Googles Suchalgorithmus dar. Zumindest hat noch niemand das Gegenteil bewiesen.
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2. Der Pagerank wird immer noch zur Verfügung gestellt
Google bietet nach wie vor einen vereinfachten Pagerank per Schnittstelle an. Dieser wird zum Beispiel in der Google-Toolbar angezeigt. Zwar entspricht dieser Wert nicht dem tatsächlichen Pagerank, weil dieser regelmäßig aktualisiert wird und auf mehrere Stellen hinter dem Komma genau berechnet wird - er dient aber doch als Orientierung für den Erfolg oder Misserfolg von Offsite-Maßnahmen. Warum sollte Google diesen Wert weiterhin zur Verfügung stellen, wenn er keine Bedeutung mehr hat?
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3. Linkmissbrauch lässt sich auch anders bekämpfen
Das Argument, dass Linkmissbrauch den Pagerank diskreditiere, verliert seine Gültigkeit, wenn es auch andere Methoden gibt, gegen unlautere Praktiken anzugehen. Am einfachsten wäre es doch, wenn schlechte Links einfach nicht mehr in die Berechnung des Rankings einfließen und somit ignoriert würden. Das hätte den zusätzlichen Vorteil, dass Neagtive SEO erschwert würde. Aktuelle Entwicklungen wie das Disavow-Tool lassen einen Trend in diese Richtung erkennen. Der Pagerank wäre dann weiterhin eine valide Kennzahl, weil er nur auf guten bzw. echten Links basiert.
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Ich bin gespannt auf weitere Argumente für bzw. wider den Pagerank als Rankingfaktor. Lasst mich wissen, wenn Ihr dazu eine Meinung oder Erfahrungen habt.
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Christian Kunz+ ist seit 15 Jahren in der Internet-Branche tätig. Zu seinen beruflichen Stationen gehören Positionen im Projektmanagement, im Produktmanagement für die Portalsuchen und die Leitung des Projektmanagements Portale für den Standort Karlsruhe bei der 1&1.
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und warum sind viele mal sogar auf den ersten Postionen Webseiten mit PR1 vor Webseiten mit PR4 und höher?
Der PR wurde jahrelang von Linkverkäufern eingesetzt als Mittel einen Preis zu bestimmen, viele versuchen das jetzt mit den SI, alles beides quatsch, einfach mal die Rankings der betreffenden Webseite checken und dann weis man was die Seite wert ist
jan
Gruß
CK
Kay
Wer sich heute noch PageRank für sein Projekt dazukauft, dem ist eh nicht mehr zu helfen.
Jurg
Hallo Kay,
das kann durchaus zusammenpassen, wenn man bedenkt dass der PR eben nur ein Faktor von mehreren ist. Insofern kann ein hoher PR für Sichtbarkeit und ein gutes Ranking sorgen, muss aber nicht, wenn andere Faktoren dagegen sprechen.
Gruß,
Christian
CK
Ich stimme Dir zu. Wie gesagt; Der PR ist nur ein Faktor von vielen. Wer sich Links kauft, sollte darauf achten, dass die Seiten, von denen sie stammen, auch in anderer Hinsicht hochwertig sind und nicht nur einen hohen PR besitzen.
Gruß,
Christian
CK
ist nun mal so die einen sagen PR ist wichtig, andere sagen völliger Quatsch, zeigen sogar eventuell Beweise in der Form das sehr PR schwache Webseiten vor extrem starken Webseiten liegen, und was sagt da der SEO, ja aber, es kommt doch auf die Umstände an :) und dennoch ist der PR wichtig, ich kann es zwar nicht beweisen, aber...
jan
Hallo Jan,
Der Umstand, dass es Seiten gibt, die trotz hohen PRs gut ranken, ist auch kein Beweis dafür, dass der PR unbedeutend ist
Es gibt eine positive Korrelation zwischen PR und anderen Erfolgsfaktoren . Die Frage ist nur, wie stark diese Korrelation ist.
CK
Weise einfach mal nach das der PR massgebend mit ist, ich habe dir ja meinen Standpunkt dazu erläutert sehr viele Webseiten ohne großen PR vor PR starken Webseiten, ist eigentlich doch schon mal ein Beweis das PR nicht das ist was du gern haben würdest.
Interessant dürfte dazu ja auch dieses für dich sein
abakus-internet-marketing.de/.../...
mit nur wenigen PR starken Webseiten kannst du dir selber einen hohen PR zulegen, was für Indikator nach deiner Meinung ist so ein PR Wert?
wie gesagt, normal einfach einen Beweis auf den Tisch und dann sieht die Sache anders aus, aber leider sind deine Argumente nur Mutmassungen nicht mehr und nicht weniger:)
jan
eine Beweisführung ist im Bereich Google-Ranking natürlich schwer, weil niemand die genaue Berechnung kennt. Man kann lediglich Korrelationen aufzeigen. Umso größer diese sind, desto wahrscheinliche r, dass zwischen einer abhängigen Variable (hier zum Beispiel dem Ranking) und einer unabhängigen Variable (hier dem PR) ein Zusammenhang besteht.
Ich gebe zu, dass ich keinen 100prozentigen Beweis bringen kann, ich kann aber auf Forschungsergeb nisse verweisen, die eine positive Korrelation zwischen PR und dem Ranking aufzeigen. Siehe dazu etwa seomoz.org/.../...
Interessant ist auch dieser Beitrag auf SEOmoz: seomoz.org/.../... - er ist zwar schon etwas älter, sollte aber immer noch Bestand haben.
Dein Hinweis, dass es Seiten mit niedrigem PR gibt, die vor Seiten mit hohem PR gerankt werden, ist kein Gegenbeweis. Es zeigt nur, dass in diesen Fällen offensichtlich auch andere Faktoren eine Rolle spielen, die in der Summe die Auswirkung des PR übertreffen.
So oder so, es ändert nichts: So lange wir den Google-Algorithmus nicht kennen, sind das alles nur mehr oder weniger belegbare Mutmaßungen. Ich denke aber, mit den Ausführungen zumindest gezeigt zu haben, dass der PR nach wie vor eine Rolle spielt. Wie hoch dessen Gewicht ist, bleibt zu diskutieren.
CK
1) Links von einer guten Seite mit gutem Linkbild aber einem niedrigen PR anbieten.
2) Links von einer Seite mit hohem PR und miesem Linkbild anbieten.
Dann vergleichen, welches Angebot mehr Erfolg hat.
Alles klar?
Raphael
Franny
Obwohl ich immer auf jedes Update gespannt bin, muss ich Dir jedoch zustimmen. genau so etwas habe ich auch einmal erlebt, dass ich mir gewünscht hätte Google hätte sich das Verbessern einer Domain von 3 auf 4 gespart. Mir kam es darmals so vor (Anfang letzten Jahres) als wäre mit jedem höheren PR das Ranking kritischer zu erkämpfen. Bin jedenfalls gespannt, eines meiner Projekte ist in der letzten Stunde von 4 auf 3 gefallen - ob der Traffic wohl zunimmt?
Egal ich finde es aber einen netten Zwischenzeitver treib, so wird es uns nie langweilig ^^
Gruß,
Jürgen
Jürgen Jester
User
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