KommentarKommentare sind eine gute Möglichkeit, User-generated Content zu schaffen. Das wurde seitens Google in dieser Woche erneut betont. Was muss aber beachtet werden, damit Kommentare auf Blogs ihre volle Wirkung entfallen können? Insbesondere geht es um die Frage, ob auch Kommentar-Plugins von Drittseiten wie Disqus einen Mehrwert für Blogs im Hinblick auf SEO schaffen können.

Ein Blog lebt von der Interaktion mit seinen Nutzern. Neben Social Media sind Kommentare auf Blogs ein bewährtes Mittel zur Förderung von Diskussionen im Netz. Als zusätzlicher Effekt kann ein Blog auch im Hinblick auf SEO von User-generated Content profitieren, der durch die Kommentare geschaffen wird, denn eine große Zahl von Nutzerinteraktionen spricht für die Popularität eines Blogs. Google sieht User-generated Content als Qualitätsmerkmal von Webseiten an, wie Gary Illyes gestern auf Twitter bestätigt hat:

Gary Illyes auf Twitter zu Blogkommentaren 

 

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Kommentare in Blogs zu ermöglichen. Manche Content Management Systeme bringen schon von Haus aus eine Kommentarfunktion mit. Auch durch Erweiterungen (Plugins) lässt sich eine Kommentarfunktion einbinden. Dabei gilt es zu unterscheiden, ob die Kommentare auf der Webseite selbst, also auf der Domain des Blogs, erfasst und dargestellt werden, wie es bei den meisten Plugins der Fall ist, oder ob die Kommentare von einer Drittseite per iFrame eingebunden sind.

 

Kommentare auf Drittseiten: Was bringen Disqus und Co. für SEO?

Eines der sicherlich bekanntesten Kommentarsysteme, die zu letzterer Gruppe zählen, ist Disqus. Es bietet viele Vorteile: eine einfache Installation, die automatische Anpassung des Layouts an die Zielseite und Responsive Design. Dazu kommt, dass Disqus sehr weit verbreitet ist und daher bei den Nutzern ein vertrautes Gefühl auslöst. Bei Disqus kann man sich entweder direkt oder per Social Media einloggen.

Diesen Vorteilen steht jedoch ein Nachteil gegenüber: Die Kommentare sind streng genommen nicht Bestandteil der Webseite, auf der sie angezeigt werden, denn die Integration in die Blogs erfolgt per iFrame. Und das kann zum Problem werden, wenn es um die Indexierung von Inhalten durch Google geht, denn normalerweise werden Inhalte aus iFrames eben nicht indexiert. Also Finger weg von Disqus?

Keineswegs, denn trotz dieses Nachteils sind die genannten Vorteile nicht von der Hand zu weisen. Und sogar in Punkto SEO sieht es gar nicht so schlecht aus, wie man meinen möchte: Manchmal indexiert Google die Disqus-Inhalte eben doch und rechnet sie sogar der Wirtsseite zu. Man kann das ganz leicht prüfen (vielen Dank an Dan Shure, siehe Kommentar zu Beitrag auf The SEM Post): Man muss dazu in den Google-Ergebnissen die Cache-Version einer Seite aufrufen, auf der sich Disqus-Kommentare befinden. Anschließend wählt man "Text only". Wenn man Glück hat, erscheinen dort auch die Kommentare aus Disqus.

Eine andere Möglichkeit, die Indexierung der Kommentare zu testen, ist die Suche nach einem Textauszug eines Kommentars in Google. Auch hier besteht die Chance, fündig zu werden. In beiden fällen gilt: Hat die Suche Erfolg, dann hat Google die Kommentare indexiert und dem Blog zugeordnet - herzlichen Glückwunsch!

 

Fazit

Das zeigt: Kommentarfunktionen, die auf Drittseiten laufen, müssen aus SEO-Sicht nicht unbedingt schlecht sein. Es kommt hier auf den Einzelfall an. Neben der SEO-Frage ist aber auch die Usability der Kommentarfunktion wichtig - und hier zeigen sich die Stärken von Disqus und Co. Für Seiten, die bereits auf andere Weise User-generated Content erzeugen, sind Plugins wie Disqus auf jeden Fall eine Überlegung wert.

 

Titelbild © Alexandr Sidorov - Fotolia.com

 


Christian Kunz

Von Christian Kunz

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