OpenAI: mehr Suchergebnisse von Bing statt Google: Anzeichen und Gründe
OpenAI verwendet verstärkt Suchergebnisse von Bing anstelle von Google. Dafür gibt es verschiedene Anzeichen und Gründe. Ziel ist wohl ein eigener Suchindex.
Nachdem ChatGPT lange Zeit hauptsächlich auf Suchergebnisse von Google zurückgegriffen hatte, um seine Antworten anzureichern, gibt es nun Anzeichen dafür, dass OpenAI wieder verstärkt auf Bing setzt. Dafür spricht ein neues Feld in den Daten, die zwischen ChatGPT und dem Browser gesendet werden. Es trägt den Namen "result_source": "bing". David Konitzny teilte ein Beispiel auf X. Wer sich das selbst ansehen möchte, kann dazu einfach die Developer Tools zum Beispiel von Chrome öffnen und nach dem neuen Feld suchen.
Schon zu Beginn hatte OpenAI Bing Ergebnisse verwendet. Das hat seinen Ursprung in der Zusammenarbeit zwischen Microsoft und OpenAI: Microsoft hatte schon früh in das Unternehmen investiert. Da bietet es sich an, die bestehende Infrastruktur zu nutzen.
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Ein Grund dafür, dass Bing Ergebnisse jetzt wieder eine wichtigere Rolle für OpenAI spielen, dürften die zunehmenden Probleme sein, auf den Index von Google zuzugreifen. So hatte Google im vergangenen Jahr gegen den Scraping-Anbieter SerpApi geklagt und dem Unternehmen den Diebstahl von Inhalten vorgeworfen.
Ziel von OpenAI dürfte ohnehin der Aufbau eines eigenen Indexes sein, um die Abhängigkeit von anderen Unternehmen auf diesem Gebiet zu umgehen. Das Problem dabei ist nur: Einen umfassenden Webindex baut man nicht über Nacht auf. Google hat auf diesem Gebiet einen enormen Vorteil. OpenAI hatte dementsprechend Interesse bekundet, direkt auf den Google Index zugreifen zu dürfen.
Zumindest mittelfristig bedeutet die aktuelle Entwicklung, dass auch Suchergebnisse und Rankings in Bing beachten werden sollten, wenn es um die Optimierung der Sichtbarkeit in ChatGPT geht.


























