Bing Webmaster Tools erhalten neue KI-Features wie Citation Share und Topics
Microsoft hat den KI-Leistungsbericht in den Bing Webmaster Tools um vier neue Funktionen erweitert. Webseitenbetreiber und Publisher sollen damit ein tieferes Verständnis erhalten, wie ihre Inhalte in KI-generierten Antworten z. B. im Microsoft Copilot oder Bing zitiert und genutzt werden.
Wie im April angekündigt, hat Bing jetzt den KI-Performancebericht in den Webmaster Tools um weitere Funktionen erweitert. Diese neuen Werkzeuge sollen dabei helfen, den Kontext und die thematischen Muster von KI-Zitierungen besser nachzuvollziehen. Damit setzt Bing erneut Standards im KI-Reporting.

Intents
Intents ordnen die Suchanfragen, die zu einer Quellenangabe geführt haben, übergeordneten Kategorien zu. Zu diesen Kategorien gehören unter anderem
- Information
- Kommerz
- Navigation
- Lernen
- Lösen
- Forschung.
Statt nur zu sehen, dass ein Inhalt zitiert wurde, können Publisher nun verstehen, in welchem inhaltlichen Kontext das KI-System die eigenen Seiten ausspielt. So kann ein E-Commerce-Unternehmen beispielsweise erkennen, ob seine Inhalte eher bei transaktionalen oder bei rein informativen KI-Ergebnissen sichtbar sind, und die eigene Content-Strategie entsprechend ausrichten.
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Topics
Über Topics werden einzelne Suchanfragen in größere thematische Cluster zusammengefasst. Weil KI-Systeme eher nach Konzepten als nach isolierten Keywords arbeiten, spiegelt diese Einteilung die tatsächliche Funktionsweise der KIs besser wider. So könnten beispielsweise unterschiedliche Anfragen wie „Solarzellen“, „Effizienz von Solarenergie“ und „Installation von Solaranlagen“ automatisch in dem großen Themenblock „Solarenergie“ gebündelt werden. Das erleichtert es Content-Teams, ihre Reichweite nach redaktionellen Themengebieten zu analysieren, neue Bereiche zum Schaffen von Autorität zu identifizieren und inhaltliche Lücken zu schließen.
Citation Share
Während die reine Anzahl der Citations nur aussagt, wie oft eine Seite erwähnt wird, zeigt der Citation Share, welchen Anteil die eigene Website an allen angezeigten Quellen für eine bestimmte Anfrage einnimmt. Damit können Publisher bewerten, wie stark ihre Sichtbarkeit im Vergleich zur Gesamtheit der genutzten Quellen ausfällt. Allerdings handelt es sich dabei um eine reine Beobachtungskennzahl und nicht um ein Ranking-System. Es werden weder Qualitätsbewertungen vergeben noch Daten von Konkurrenten offengelegt.
Compare
Die Compare-Funktion ermöglicht es, Daten eines vergangenen Zeitraums direkt über die aktuellen Berichtsdaten zu legen. So können Webseitenbetreiber beispielsweise die Citations der letzten 30 Tage mit dem vorherigen Monat vergleichen oder benutzerdefinierte Zeiträume festlegen. Das ist besonders hilfreich, um zu beobachten, wie sich Content-Updates, saisonale Veränderungen, Schwankungen in der Nachfrage oder Anpassungen an den KI-Modellen selbst auf die Sichtbarkeit auswirken.

Ab wann und wo sind die neuen Features verfügbar?
Die neuen Funktionen sind ab sofort weltweit als Preview-Version direkt innerhalb der Bing Webmaster Tools verfügbar. Microsoft erwartet, dass die Präzision und Qualität der Datenpunkte mit zunehmender Nutzung kontinuierlich weiter steigen wird. Zudem haben Nutzer die Möglichkeit, über eine neue UI-Funktion direkt im AI Performance Dashboard Feedback an Microsoft zu senden.

























