17 Inhalte, die im Google-Zero-Click-Zeitalter weiter Klicks bringen
Es gibt verschiedene Arten von Inhalten, die trotz KI auch weiterhin Klicks aus der Suche bringen werden. Wichtig dabei ist, dass die Inhalte spezifisch sind und sich nicht ohne Weiteres durch die KI kopieren lassen.
Sogenannte Zero Click Searches sind heute die Regel: Suchanfragen, auf die kein Klick auf ein Suchergebnis folgt. Es gibt Zahlen, nach denen der Anteil solcher Zero Click Searches bei über 60 Prozent liegt. Noch schlimmer sieht es bei ChatGPT aus: Hier liegt die Klickrate nochmals deutlich darunter. Es gibt Analysen, die eine um 96 Prozent geringere Klickrate bei ChatGPT gegenüber Google zeigen.
Für Publisher und Websitebetreiber stellt sich deshalb immer häufiger die Frage, welche Inhalte sich heute noch lohnen und mit welchen Inhalten Klicks aus der Suche inklusive KI erzielt werden können. Um das herauszufinden, hat Cyrus Shepard hat hunderte Gewinner- und Verlierer-Websites analysiert und daraus 17 Arten von Inhalten definiert, die im KI-Zeitalter heute schon gut funktionieren und die voraussichtlich auch die kommenden Jahre überstehen werden.
Die gemeinsamen Merkmale: Die Inhalte sind proprietär, erfahrungsbasiert, nischenorientiert und ermöglichen oft eine konkrete Aufgabenerfüllung, die über reine Information hinausgeht.
Betont wird dabei: Keiner dieser Inhaltstypen ist ein Selbstläufer. Das bedeutet: Es kommt auf die Qualität an. Nur hochwertige Inhalte haben Aussicht auf Erfolg.
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Übersicht: Die 17 zukunftssicheren Inhaltsarten
|
Inhaltsart |
Stärke |
Aufwand |
|---|---|---|
|
Owned Audience |
Sehr stark |
Sehr hoch |
|
Transaktionsseiten |
Sehr stark |
Sehr hoch |
|
Originäre Studien & Forschung |
Stark |
Hoch |
|
UGC-Communities & Foren |
Stark |
Hoch |
|
Creator-Videos & Podcasts |
Stark |
Hoch |
|
Tiefgehende Tests & Reviews |
Stark |
Hoch |
|
Markenseiten |
Stark |
Niedrig |
|
Tools & Rechner |
Stark |
Mittel |
|
Verzeichnisse & Datenbanken |
Mittel |
Hoch |
|
Experten-Perspektiven |
Mittel |
Mittel |
|
Templates & Vorlagen |
Mittel |
Mittel |
|
Case Studies |
Mittel |
Mittel |
|
Originär-Recherche & News |
Mittel |
Hoch |
|
Support- & Dokumentationsseiten |
Mittel |
Niedrig |
|
Guides & Erklärinhalte |
Schwach |
Mittel |
|
FAQs & Glossare |
Schwach |
Niedrig |
|
Listen & Roundups |
Schwach |
Niedrig |
Tabelle 1: Inhalte, die auch in Zero-Click-Zeiten weiter Traffic bringen können
1. Owned Audience – das eigene Publikum
Die „Owned Audience" ist weniger ein Format als eine Strategie. Wer eigene Kanäle zur Distribution besitzt, ist nicht mehr vollständig auf Google angewiesen. Ein loyales Publikum führt oft auch dazu, dass mehr Menschen aktiv nach der Marke suchen. Die meisten eigenen Audiences laufen heute über Newsletter, funktionieren aber genauso über SMS, In-App-Benachrichtigungen oder sogar gedruckte Kataloge. Auch Quellen wie YouTube und Social Media sind hier relevant.
2. Transaktionsseiten
Transaktionsseiten ermöglichen es Nutzerinnen und Nutzern, eine konkrete Aktion abzuschließen: ein Hotel buchen, ein Abo abschließen, ein Produkt kaufen. Auch wenn agentische KI in Zukunft zunehmend selbstständig handeln wird, bleiben Transaktionsseiten unverzichtbar, denn sie sind die Endpunkte, an denen Geschäfte tatsächlich stattfinden. Aktuell gehören sie zu den robustesten Seiten überhaupt, weil Google selbst keinen direkten Konkurrenten bietet, der den Kauf abschließt.
3. Originäre Studien & Forschung
Originäre Forschung muss einzigartig und proprietär sein, also auf eigener Datenerhebung beruhen. Zwar können KI-Antworten solche Studien zusammenfassen, doch sie zitieren die Originalquelle weit häufiger als bei generischen Inhalten, und Nutzer wollen oft an die Primärquelle. Noch wichtiger: Originäre Studien werden gern von Journalisten und anderen Websites zitiert und erzeugen damit erhebliche Trust- und Autoritätssignale, die sowohl Google als auch LLMs wahrnehmen.
4. UGC-Communities & Foren
Foren und Communities haben einen doppelten Nutzen: Mitglieder steuern sie direkt an, um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Gleichzeitig produzieren sie erfahrungsbasierte Inhalte, die Google in den letzten Jahren bevorzugt hat, siehe zum Beispiel Reddit. Eine Community aufzubauen ist harte Arbeit und gelingt selten schnell, doch wer es schafft, hat in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich profitiert.
5. Creator-Videos & Podcasts
Wir leben in einer Aufmerksamkeitsökonomie: Es geht darum, dass Host, Marke oder Format selbst zum Alleinstellungsmerkmal werden. Wenn die Inhalte so eigen sind, dass Menschen den Creator namentlich suchen, hat man gewonnen. Die Stärke liegt in Persönlichkeit und Wiedererkennbarkeit, die KI-Antworten nicht ersetzen können. Einen Podcast hört man wegen der Stimmen, nicht wegen der Information.
6. Tiefgehende Tests & Reviews
Googles Helpful-Content-Update hat viele Review-Websites schwer getroffen. Google stand Provisionsmodellen wie Affiliates schon immer skeptisch gegenüber. Trotzdem ist die Nachfrage nach echten Tests ungebrochen. Die Gewinner zeichnen sich durch große Testtiefe aus: eigene Belege, reproduzierbare Testprotokolle, Direktvergleiche, Teardowns und hochwertige Fotos und Videos. KI-Antworten können die persönlichen Erfahrungen nicht ersetzen, die Käuferinnen und Käufer vor einer Investition suchen.
7. Markenseiten
Fast jede Website hat eine „Über uns"-Seite. LLMs und Nutzer ziehen viele Schlüsse aus Drittquellen, doch was eine Marke selbst über sich sagt, bleibt das wichtigste Signal zur eigenen Entität. Vertrauensseiten wie Redaktionsrichtlinien, Werte, Datenschutz, Social Proof wie Presse, Testimonials, Case Studies und Kontakt-/Supportseiten generieren selten massiven Traffic, sind aber das Fundament, auf dem Vertrauen und KI-Sichtbarkeit aufgebaut werden.
8. Tools & Rechner
Interaktive Tools und Rechner schließen die Lücke zwischen Information und Handlung. Eine reine Erklärung „So berechnest du deine Hypothekenrate" kann KI sofort liefern. Einen funktionierenden Rechner, der auf konkrete Eingaben reagiert, aber nicht so einfach. Tools sind wertvoll, weil sie eine Aufgabe erledigen, statt sie nur zu beschreiben, weil sie wiederkehrend genutzt werden und weil sie sich oft direkt mit einem Produkt oder einer Dienstleistung verbinden lassen.
9. Verzeichnisse & Datenbanken
„Bau ein Verzeichnis und ranke leicht" funktioniert nicht mehr. Wie alle anderen Punkte auf der Liste brauchen auch Verzeichnisse und Datensätze einen proprietären, eigenen Daten-Anteil. Das ist der Burggraben gegen KI. Aktualität ist ein zweites kritisches Merkmal, weil Nutzer fast immer die neuesten Informationen wollen. Verzeichnisse, die ihre Einträge nur einmal aufnehmen und dann verstauben lassen, gehen unter.
10. Experten-Perspektiven
Wenn es nicht mehr nur um Fakten geht, sondern um Einordnung und Meinung, suchen Menschen aktiv nach Expertinnen und Experten. Eine Analyse, ein Kommentar oder ein Interview eines anerkannten Branchenkenners bringt etwas, das KI-Zusammenfassungen schwer reproduzieren: persönliche Erfahrung, Insiderwissen und einen klaren Standpunkt. Solche Inhalte gewinnen Zitate, stärken die Marke und funktionieren am besten, wenn sie durch eigene Daten und direkten Brancheneinblick abgesichert sind.
11. Templates & Vorlagen
Templates sind Frameworks, die Nutzerinnen und Nutzer herunterladen oder reproduzieren können, um schneller zu starten oder eine konkrete Aufgabe zu erledigen. Canva ist das Paradebeispiel dafür, wie Templates ein ganzes Wachstumsmodell tragen können. Je schwieriger ein Template zu replizieren ist, desto wertvoller wird es. Und Vorlagen, die direkt an eine Software oder ein physisches Produkt gekoppelt sind, helfen sowohl bei der Lead-Generierung als auch bei der Kundenbindung.
12. Case Studies
Case Studies bringen selten massiven Traffic, sind aber stark für Conversions und Markenwirkung. Eine gute Fallstudie zeigt, wie ein Produkt, eine Dienstleistung oder ein Prozess konkrete Resultate erzielt hat. Das Problem: Die meisten Case Studies wirken eher wie Werbeflyer als wie Lehrmaterial. Wer mit Fallstudien gewinnen will, zeigt klare Vorher-Nachher-Resultate, legt so viele Kennzahlen wie möglich offen und beschreibt den Prozess nachvollziehbar.
13. Originär-Recherche & News
Nachrichten-Publisher verlieren seit Jahren Traffic an Google, und KI-Zusammenfassungen verschärfen die Lage zusätzlich. Trotzdem gibt es Raum für originäre Berichterstattung: Inhalte, die schnell, tiefgehend oder exklusiv sind, gewinnen weiterhin Zitate und Klicks. Wer nur das wiedergibt, was alle berichten, wird austauschbar. Wer dagegen eigene Quellen, eigene Recherche oder eine besondere Perspektive einbringt, bleibt sichtbar.
14. Support- & Dokumentationsseiten
Support- und Dokumentationsseiten sind SaaS- und Online-Produkte unverzichtbar. KI-Modelle fassen API-Endpunkte oder Anleitungen zusammen, aber Nutzer wollen die Original-Dokumentation. Gleichzeitig lernen LLMs sehr viel über ein Produkt aus gut gepflegten Dokumenten. Öffentliche Support-Foren skalieren diese Dokumentation zusätzlich, weil dort Edge Cases dokumentiert werden, die kein Hersteller selbst aufschreiben würde.
15. Guides & Erklärinhalte mit Tiefgang
Guides und Erklärartikel sind besonders gefährdet, denn ChatGPT erklärt zum Beispiel recht einfach, was ein CRM ist. Doch in der Nische und mit Tiefe funktioniert dieses Format weiter, sofern es durch Markenexpertise und proprietäre Daten getragen wird. Der Schlüssel ist klare Differenzierung: einzigartige Daten eigene Workflows, vergleichende Analysen oder Experten-Hubs. Wer aber einen Guide nur als Wikipedia-Light ohne eigenen Mehrwert schreibt, verliert sicher.
16. FAQs & Glossare als Branchenstandard
Definitionen, FAQs und Glossare gehören zu den am leichtesten durch KI replizierbaren Formaten. Sie funktionieren dann weiter, wenn sie als etablierte Definitionen einer Branche etabliert sind: Wer DNS lernen will, vertraut eher Cloudflare als einer KI-Antwort. Strategisch sinnvoll sind diese Seiten zudem als Hubs für interne Verlinkung, als Eingangspunkte zu Produktseiten und als Brücken zum Support.
17. Listen & Roundups mit echtem Mehrwert
Listicles wie Best-of- und Top-Listen haben zu Recht einen schlechten Ruf, nicht zuletzt, weil Marketer häufig gefälschte Listen mit sich selbst auf Platz eins veröffentlichen, um KI-Antworten zu manipulieren. Deshalb geht Google jetzt dagegen vor und kann sogar manuelle Maßnahmen verhängen.
Trotzdem produzieren Google und KI-Antworten weiterhin viele Listen, weil schlicht die Nachfrage da ist. Wer damit gewinnen will, muss hohe Standards erfüllen: eigene Tests, transparent veröffentlichte Bewertungskriterien und starker Nischenfokus. Generische Top-Listen ohne eigene Substanz haben in umkämpften Themen dagegen keine Chance mehr.
Fazit
Der gemeinsame Nenner aller 17 Formate: Sie funktionieren, weil sie etwas bieten, das nicht beliebig reproduzierbar ist. Das kann Reichweite zum eigenen Publikum sein, ein Transaktionsabschluss, eigene Daten, persönliche Erfahrung, eine Community oder ein funktionierendes Tool. Wer auch in den kommenden Jahren noch Klicks aus Google und der KI erhalten will, sollte vor jedem neuen Inhalt prüfen, in welche dieser Kategorien die Arbeit fällt und ob die Umsetzung wirklich gut genug ist, um als kanonische Quelle wahrgenommen zu werden. Generischer Blog-Content, der nur Information wiederholt, hat schlicht keine Bühne mehr.
























