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SEO-News

Ranking-Verluste: Google geht jetzt möglicherweise gegen eigennützige Listicles vor

Christian Kunz
03. Februar 2026
Zuletzt aktualisiert: 03. Februar 2026
Google Penalty

Es gibt starke Anzeichen dafür, dass Google jetzt gegen eine beliebte Praxis in der KI-Optimierung vorgeht: eigennützige Listicles.

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Im Zusammenhang mit der sogenannten "GEO", also der Optimierung für generative KI-Systeme wie ChatGPT, wird immer wieder eine Empfehlung gegeben: Listicles sollen dafür sorgen, dass die Zahl der Erwähnungen steigt. Diese Bestenlisten wurden zuletzt von vielen Unternehmen auf ihren Websites genutzt, um sich selbst als ideale Lösung zu präsentieren. Dabei profitieren die Unternehmen nicht nur durch eine bessere KI-Sichtbarkeit, sondern haben auch in der klassischen Suche sowie in den Google AI Overviews teilweise sehr gute Rankings erzielt.

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Unternehmen präsentieren sich selbst als beste Lösung

Doch nun sieht es so aus, als würde Google gegen diese Praxis vorgehen. Darüber berichtet Lily Ray in ihrem Blog. Die Technik ist immer die gleiche: Marketing-Agenturen, Softwareunternehmen und andere erstellen einen Blogbeitrag, in dem sie eine Top-Liste präsentieren - zum Beispiel "Die 10 besten SEO-Agenturen". Natürlich sind die Unternehmen dabei selbst auf dem ersten Platz. 

Weil Google für Suchanfragen wie "Die besten SEO-Agenturen" außerdem vor allem aktuelle Beiträge anzeigt, stammen viele dieser Artikel aus dem Zeitraum der letzten 12 Monate. Oftmals sind es aber auch ältere Beiträge, die durch ein manipuliertes Datum auf aktuell getrimmt wurden.

Ein solches Vorgehen ist allerdings nicht im Sinne von Google. Wenn es nämlich um Bewertungen und Reviews geht, sind eigene Erfahrungen wichtig. Das hatte Google im Zusammenhang mit den Review Updates klargestellt, die es erstmals im Jahr 2021 gab (hier alle wichtigen Infos dazu). Von eigenen Erfahrungen kann man allerdings kaum ausgehen, wenn eine SEO-Agentur sich selbst mit neun anderen Wettbewerbern vergleicht. Dazu müsste sie all diese Agenturen selbst beauftragt haben - abgesehen davon, dass ein objektiver Vergleich mit der Konkurrenz wohl kaum möglich ist, selbst dann, wenn man das wollte. Einen gewissen Bias wird es immer geben.

Rückgang von Websitebereichen mit Listicles

Zu beobachten ist derzeit ein deutlicher Rückgang der Sichtbarkeit von Bereichen auf Websites, die stark von solchen eigennützigen Listicles geprägt sind. Das zeigt das folgende Beispiel eines Tutorial-Verzeichnisses:

 

Sichtbarkeitsverlust durch eigennützige Listicles

 

Sieht man sich die von Google indexierten Seiten dieses Verzeichnisses einmal an, stellt man schnell fest, um welche Arten von Inhalten es geht:

  • Die 10 besten Webhosting-Anbieter 2026
  • Die 8 besten Cloud-Hosting-Anbieter 2026
  • Die 10 besten Website Builder für SEO etc.

 

Eigennützige Listicles: Beispiel

 

Was bei den betroffenen Seiten noch auffällt:

  • Oftmals handelt es sich um Websites aus dem SaaS-Bereich. Hier ist davon auszugehen, dass sich die Betreiber mit aktuellen SEO- / GEO-Trends befassen.
  • Häufig wurde das Datum der Beiträge künstlich aktualisiert.
  • In manchen Blogs werden Tipps rund um GEO und die KI-Suche gegeben.
  • Die Artikel sind häufig mit einer hohen Wahrscheinlichkeit KI-generiert.
  • Es gibt missbräuchlich verwendete strukturierte Daten wie zum Beispiel AggregateRating.

Der zuletzt beobachtete Rückgang der Sichtbarkeit vieler Unternehmensblogs könnte damit im Zusammenhang stehen. Es ist sogar möglich, dass die allgemein starke Volatilität der Google Rankings auf ein kleines, nicht angekündigtes Core Update zurückzuführen ist, das Google derzeit ausrollt und das dazu dient, eigennützige Listicles abzustrafen.

Das Problematische dabei: Viele der betroffenen Websites verlieren nicht nur in der klassischen Suche, sondern auch in den AI Overviews an Präsenz. Das zeigt, wie eng die klassische und die KI-Suche miteinander zusammenhängen. Das hat auch Glenn Gabe beobachtet und darüber auf Twitter berichtet.

Fazit und Empfehlungen

Wer geglaubt hat, man könne für die KI optimieren, ohne dabei auf die klassische Suche achten zu müssen, sieht sich mit den aktuellen Entwicklungen getäuscht. Hacks und Tricks, die kurzfristigen Erfolg versprechen, gehen früher oder später nach hinten los. KI-Systeme wie ChatGPT mögen sich täuschen lassen; bei Google ist das anders. Und solange Google für die meisten Websites noch ein Vielfaches an Traffic im Vergleich zu KI-Systemen bringt, sollte alles, was man an einer Website ändert, vor diesem Hintergrund betrachtet werden.

Christian Kunz

Von Christian Kunz

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