Google empfiehlt, wie man Websites für KI-Agenten erstellt
Googles Empfehlungen zur Optimierung von Websites für Agenten läuten ein neues Zeitalter im Web und der SEO ein.
Websites nur für menschliche Nutzer zu erstellen war gestern. Die Zukunft des Webs ist agentisch. Das bedeutet: Websites sollten so gestaltet werden, dass sie von KI-Agenten genutzt werden kann. Das wird unter der Abkürzung AEO für “Agentic Engine Optimization” zusammengefasst.
Immer mehr Nutzer gehen dazu über, Aufgaben an KI-Agenten zu delegieren, die Webseiten selbstständig interpretieren und bedienen. Viele moderne Websites sind allerdings in erster Linie für das menschliche Auge gestaltet und verwenden zum Beispiel komplexe Hover-Zustände oder dynamische Layouts, die für Agenten schwer zu verarbeiten sind.
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Dazu muss man anmerken, dass dies genau den bisherigen Empfehlungen von Google entspricht, nämlich, Inhalte in erster Linie für menschliche Nutzer zu erstellen und nicht für Suchmaschinen.
Jetzt hat Google in seiner Web Developer-Dokumentation Tipps zusammengestellt, wie man Websites für KI-Agenten optimieren kann.
Um sich auf einer Website zurechtzufinden, nutzen KI-Agenten maschinenlesbare Darstellungen. Dabei greifen sie hauptsächlich auf drei Methoden zurück, die sie in der Regel kombinieren, um Bedeutung und Layout zu verstehen:
- Screenshots: Hierbei identifiziert ein Vision-Modell visuelle Hinweise wie Größe und Farbe, um Elemente zu erkennen, was jedoch langsam und teuer sein kann.
- Raw-HTML: Der Agent liest die DOM-Baumstruktur, um die logische Hierarchie und die Verschachtelung von Elementen zu verstehen.
- Baumansicht für Barrierefreiheit: Das ist eine semantische Zusammenfassung des Browsers, die sich auf Rollen, Namen und Zustände interaktiver Elemente konzentriert und visuelles Rauschen ignoriert.
Erstellen von agentenfreundlichen Websites
Folgende Best Practices werden empfohlen:
- Stabiles Layout: Vermeide Layouts, die sich ständig ändern. Eine wichtige Schaltfläche wie etwa “In den Warenkorb” sollte sich nicht je nach Produktkategorie an einer anderen Stelle befinden, weil das Screenshot-basierte Agenten verwirrt.
- Semantisches HTML verwenden: Setze auf standardisierte Tags wie <button> und <a> anstelle von angepassten <div>- oder <span>-Elementen, weil Agenten diese sofort als interaktiv erkennen. Wenn semantisches HTML nicht möglich ist, gib Elementen zwingend eine passende role und einen tabindex (z.B. <div role="button">).
- Verdeckende Overlays vermeiden: Nutze keine Geisterelemente oder transparente Overlays, die interaktive Knöpfe überlagern. Diese könnten dazu führen, dass wichtige Elemente bei der visuellen Analyse der KI verworfen werden.
- Eingabefelder korrekt verknüpfen: Nutze das for-Attribut in <label>-Tags, um diese eindeutig mit den dazugehörigen Eingabefeldern zu verknüpfen. Dadurch versteht der Agent sofort den Zweck des Feldes.
- Interaktivität signalisieren: Lege in CSS cursor: pointer fest, um ein starkes, maschinenlesbares Signal für Interaktivität zu senden.
- Mindestgröße beachten: Stelle sicher, dass interaktive Elemente einen sichtbaren Bereich von mehr als 8 Quadratpixeln aufweisen. Zu kleine Elemente werden bei der visuellen Analyse oft herausgefiltert.
- Klare Sichtbarkeit: Alle notwendigen Aktionen sollten in der Benutzeroberfläche jederzeit deutlich sichtbar sein.
Letztendlich führt die Optimierung für KI-Agenten zu einer Rückbesinnung auf grundlegende Prinzipien der Webentwicklung. Alles, was eine Website für Agenten leichter bedienbar macht, wie eine klare Struktur und Barrierefreiheit, verbessert die Website gleichermaßen auch für menschliche Nutzer.
Danke an Chris Long
























