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AutorIn einer kleinen Studie wurden Eigenschaften von Websites untersucht, die seit dem Google Core-Update vom August 2018 gewonnen oder verloren haben. Daraus lassen sich mögliche Schlüsse im Zusammenhang mit EAT ziehen.

EAT ist derzeit einer der meistgenutzten Begriffe unter SEOs. Die Abkürzung steht für "Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness", also für Expertenwissen, Maßgeblichkeit und Vertrauenswürdigkeit.

Auch wenn diese griffige Abkürzung suggeriert, Google verwende zur Bestimmung von EAT nur wenige Indikatoren, sieht die Realität ganz anders aus, denn der Begriff dient lediglich der Vereinfachung eines komplexen Sammelsuriums von Bewertungen durch eine Vielzahl von Algorithmen. Das bestätigte Gary Illyes jetzt auf der Pubcon-Konferenz:

 

Google: EAT als Begriff dient der Vereinfachung

 

In Googles Quality Rater Guidelines kommt der Begriff EAT sehr häufig vor - insbesondere im Zusammenhang mit Websites aus dem Bereich YMYL, was für "Your Money, Your Life" steht. Dabei handelt es sich um sensible Branchen wie Finanzen, Gesundheit oder Recht.

Die Quality Rater Guidelines dienen den von Google beauftragten Qualitätsprüfern als Grundlage für die Bewertung von Suchergebnissen. Für eine gute Qualitätsbewertung sollten die Inhalte einer Website, die in den Suchergebnissen erscheint, zum Beispiel gut recherchiert und durch passende Referenzen belegt sein. Auch die Expertise der Autoren spielt eine Rolle.

Es ist allerdings schwer, EAT auf bestimmte Kriterien zu reduzieren. Und so rätseln Webmaster, die nach einem Core-Update Rankingverluste erlitten haben, wie sie ihre Website hinsichtlich EAT verbessern können.

Dabei vergessen sie oftmals, dass EAT vor allem in den sensiblen YMYL-Branchen eine Rolle spielt, weitaus weniger aber in Branchen wie zum Beispiel der Unterhaltung oder der Freizeit.

In einer kleinen Studie von SEO Lily Ray wurden nun einige Eigenschaften von Websites herausgearbeitet, die im Zusammenhang mit Gewinnen und Verlusten seit dem Google Core-Update vom August 2018 stehen könnten. Dabei geht es nicht nur um EAT. Die Annahme ist aber, dass zumindest ein Teil der Effekte aus den Core-Updates auf EAT zurückzuführen ist.

  • Die Studie ist recht klein. Untersucht wurden 64 Gewinner und Verlierer. Daher sind die Ergebnisse nicht unbedingt repräsentativ.
  • Gewinner und Verlierer wurden auf Basis der Entwicklung des Sichtbarkeitsindex gemäß Sistrix ermittelt.
  • Betrachtet wurden 30 mögliche Onpage-EAT-Signale.
  • Backlinks wurden nicht in die Betrachtung einbezogen.
  • Als Ergebnisse der Studie werden Korrelationen erzeugt, die nicht gleichzusetzen sind mit kausalen Zusammenhängen.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie sind:

  • 51 Prozent der Verlierer-Websites hatten bereits im Zuge des "Fred"-Updates aus dem Jahr 2017 Verluste hinnehmen müssen. Das Update schien vor allem Websites mit Thin Content, störenden Anzeigen und aggressiven Monetarisierungstechniken zu betreffen. Möglicherweise war es das erste größere Google-Update, welches auf EAT abzielte.
  • Unternehmen auf der Gewinnerseite sind 28 Jahre älter als die Verlierer: Hier kann sich die Dauer am Markt als vertrauensbildender Faktor auswirken.
  • Gewinner-Websites zeigen zu 16 Prozent eher die Biographien der Autoren in ihren Artikeln.
  • Gewinner-Websites greifen zu 258 Prozent wahrscheinlicher auf tatsächliche Experten zurück als Verlierer-Websites.
  • Gewinner-Websites nutzen zu 34 Prozent wahrscheinlicher medizinische Reviewer für ihre Inhalte als Verlierer-Websites.
  • Gewinner-Websites verfügen zu 45 Prozent eher über klar formulierte Redaktionsrichtlinien als Verlierer-Websites.
  • Verlierer-Websites haben um 433 Prozent wahrscheinlicher Call-to-Actions auf ihren Seiten mit medizinischen Inhalten.
  • Verlierer-Websites haben um 117 Prozent eher Affiliate-Links in YMYL-Inhalten.
  • Gewinner-Websites haben mit einer um 21 Prozent höheren Warscheinlichkeit eine Unternehmensseite in Wikipedia.
  • Gewinner-Websites haben eine um 850 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit, ihre Auszeichnungen und Verdienste aufzuführen, als Verlierer-Websites.
  • Gewinner-Websites haben eine um 213 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit, "HONcode zertifiziert" zu sein. Dabei handelt es sich um den "Health on the Net Foundation Code of Conduct" für Websites aus den Bereichen Medizin und Gesundheit. Es geht dabei um die Verlässlichkeit und die Glaubwürdigkeit von Informationen.
  • Gewinner-Websites verlinken mit einer um 24 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit auf externe Zitate innerhalb ihres Contents.
  • Gewinner-Websites verfügen über einen um durchschnittlich 1,9 Punkte höheren TrustScore als Verlierer-Websites. Der TrustScore basiert auf der Kundenzufriedenheit.
  • Verlierer-Websites binden mit einer um 94 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit Kommentare und andere nutzergenerierte Inhalte in YMYL-Seiten ein und ermöglichen das Indexieren dieser Inhalte durch die Suchmaschinen.
  • Gewinner-Websites haben einen um durchschnittlich 0,7 Punkte höheren Flesch-Kinkaid-Lesbarkeitsindex als Verlierer-Websites. Er drückt die Anzahl der Schuljahre aus, die ein Leser absolviert haben muss, um einen Text zu verstehen.
  • Gewinner-Websites verwenden mit einer um 728 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit "sehr formale" Sprache für YMYL-Inhalte als Verlierer-Websites.

Das alles sind wohlgemerkt nur Korrelationen in einer sehr kleinen Stichprobe. Dennoch können die gezeigten Erkenntnisse Anregungen geben, wie der EAT für eine Website erhöht werden kann.

Solche Änderungen sollten aber nicht parallel, sondern nacheinander und mit zeitlichem Versatz durchgeführt werden, um die möglichen Effekte der einzelnen Änderungen beobachten und auswerten zu können.

 

Titelbild: Copyright Artur - Fotolia.com

 


Christian Kunz

Von Christian Kunz

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