Google erklärt, ob korrektes HTML heute noch für SEO wichtig ist
In der aktuellen Ausgabe des Podcasts “Search Off the Record“ besprechen Martin Splitt und Gary Illyes aus dem Google Search Relations Team die Bedeutung des HTML-Codes für die SEO.
Ist fehlerfreies HTML noch immer wichtig für SEO, und wie reagieren Google und andere Suchmaschinen bei Fehlern? Um diese Fragen geht es in der aktuellen Folge des Google SEO Podcasts “Search Off the Record".
Die Bedeutung von validem HTML und dem W3C-Validator
In den frühen Tagen des Internets war der W3C-Validator ein unverzichtbares Werkzeug, um die Kompatibilität zwischen verschiedenen Browsern wie Netscape und frühen Versionen des Internet Explorers sicherzustellen.
Nach der Meinung von Martin und Gary ist perfekt valides HTML für moderne Browser und auch für Suchmaschinen keine zwingende Voraussetzung mehr. Solange der Code nicht völlig unbrauchbar ist, sind kleinere Fehler kein Problem und führen zu keinem direkten Ranking-Nachteil.
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Die Trennung von Head und Body
Wichtig ist dagegen die Platzierung von Metadaten. Meta- und Link-Tags, die wichtige Hinweise für Suchmaschinen liefern, sollten ausschließlich im <head>-Bereich des Dokuments platziert werden. Wenn Elemente im Dokument auftauchen, die dort nicht hingehören, wie beispielsweise ein sichtbarer Textabsatz innerhalb des <head>, geht der Browser davon aus, dass der eigentliche Seiteninhalt begonnen hat, und schließt den Head-Bereich vorzeitig ab. Das kann sich negativ auswirken, weil nachfolgende Metadaten dann von der Suchmaschine unter Umständen ignoriert werden.
Besonders bei starken SEO-Signalen wie dem Canonical-Tag ist eine korrekte Platzierung im Head unerlässlich, um gemischte Signale oder gar die Manipulation von Seiten durch unbefugt injizierten Code zu vermeiden.
Performance-Tags und ihre Relevanz für Suchmaschinen
Im Podcast werden auch Performance-Tags wie Prefetch oder Preload besprochen. Gary erklärt, dass diese Anweisungen für Browser sehr nützlich seien, um das Nutzererlebnis durch schnellere Ladezeiten zu verbessern. Für Suchmaschinen-Crawler spielen sie jedoch so gut wie keine Rolle. Weil Google Ressourcen asynchron abrufe, eigenes Caching betreibe und Links nicht wie ein menschlicher Nutzer in Echtzeit verfolge, würden diese Performance-Hinweise beim Crawling weitestgehend ignoriert.
Dennoch erhöhe eine schnelle Ladezeit die Konversionsraten und die Nutzerbindung spürbar, was indirekt natürlich auch positive Effekte auf den Gesamterfolg einer Webseite habe.
Semantisches Markup
Abschließend diskutieren Martin und Gary den Wert von semantischem HTML-Markup. Die strikte von spezifischen HTML5-Elementen wie Artikeln, Sektionen oder einer perfekten Überschriftenhierarchie bringe aus reiner SEO-Perspektive keinen großen und direkten Vorteil. Solange die Seite nicht völlig abwegig strukturiert sei, machen solche feinen semantischen Details für den Suchmaschinen-Bot nur einen marginalen Unterschied.
Dennoch bleibe semantisches Markup sinnvoll, weil es insbesondere der Barrierefreiheit diene und Browsern helfe, die Seite optimal für die Nutzer darzustellen.
Bewertung
Die Zeiten, in denen fehlerfreies HTML einen Rankingfaktor darstellte, sind vorbei. Allerdings gibt es nach wie vor einige Aspekte, die berücksichtigt werden sollten. Dazu gehört insbesondere die Pflege des Head-Bereichs mit Verwendung korrekter Metadaten sowie Vermeiden von HTML-Tags, die im Head nichts zu suchen haben.

























