Yahoo CEO Jim Lanzone kritisiert Googles KI-Suche: kein Traffic für Websites
Yahoo CEO Jim Lanzone hat in einem Interview kritisiert, dass KI-Suchen wie der Google AI Mode zu wenig Traffic an Websites senden. Die eigene Yahoo Suchmaschine ‘Scout’ soll das anders machen.
In einem Interview auf der Plattform “The Decoder” hat sich Yahoo CEO Jim Lanzone über die Zukunft der Suche und die Herausforderungen durch KI geäußert. Er ging insbesondere auf die Auswirkungen von KI auf Content-Ersteller ein. LLMs seien eine große Bedrohung für Publisher, weil zum Trainieren von KI-Modellen Inhalte oft ohne Erlaubnis oder Gegenleistung für ihr Training verwendet werden. Dabei stelle der AI Mode die größte Herausforderung dar.
Lanzone warnt davor, dass der KI-Suche schlichtweg die Inhalte ausgehen werden, wenn die Publisher nicht durch Traffic von Suchmaschinen unterstützt werden.
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Yahoo Scout: Integration in das eigene Ökosystem
Anstatt zu versuchen, Google direkt Marktanteile in der Websuche abzuringen, setze Yahoo darauf, seine bestehende Nutzerbasis zu aktivieren. Die neue KI-Suchmaschine mit dem Namen “Scout” werde tief in das bestehende Yahoo-Ökosystem integriert: So gebe es beispielsweise in Yahoo Finance einen Button für sofortige Aktienanalysen. In Yahoo Mail werde die KI künftig dabei helfen, E-Mails zusammenzufassen und nützliche Informationen zu extrahieren.
Scout sei so entwickelt worden, dass es explizit auf Quellen verlinke und Traffic an die ursprünglichen Ersteller der Inhalte weiterleite. Das sei im Interesse der Nutzer, weil Menschen die Quellen ihrer Informationen überprüfen möchten.
Technisch greift Yahoo dafür auf das leichtgewichtige Modell "Haiku" von Anthropic zurück. Das Modell generiert jedoch nicht einfach Antworten, sondern baut gezielt auf Yahoos eigenen Datenbeständen wie dem Knowledge Graph, Suchhistorien und branchenspezifischen Inhalten auf.
Herausforderungen für Google und die Werbeindustrie
Lanzone glaubt, Google sei nach dem Start von ChatGPT in die Rolle des Nachzüglers gedrängt worden und musste deshalb notgedrungen eine ähnliche, chatbasierte Benutzeroberfläche übernehmen. Wäre Google zuerst auf dem Markt gewesen, hätte ihre KI-Suche vermutlich eher wie Yahoos Scout ausgesehen.
Die größte Bedrohung für Google sieht Lanzone darin, Suchmaschinenwerbung in die KI-Suche zu überführen. Werbemodelle, die darauf basieren, dass Nutzer auf Links klicken, seien in komplexen, mehrstufigen KI-Prozessen weitaus schwieriger effizient zu monetarisieren. Lanzone gibt sich jedoch überzeugt, dass es Wege gebe, kommerzielle KI-Suchanfragen nutzerfreundlich zu monetarisieren.
























