Google zur Frage: ‘Braucht man 2026 noch eine Website?’
In der aktuellen Episode des Google SEO-Podcasts "Search Off the Record" diskutieren Martin Splitt und Gary Illyes die Frage, ob man im Jahr 2026 noch eine eigene Webseite benötigt.
Die Diskussionen über die Notwendigkeit einer eigenen Website kehren alle paar Jahre zurück, ähnlich wie die Frage, ob das Web angesichts neuer Technologien wie Apps oder KI vor dem Ende steht, oder ob SEO tot ist.
Martin Splitt und Gary Illyes besprechen die Bedeutung eigener Websites in einer neuen Ausgabe des Google SEO-Podcasts “Search Off the Record” und sind sich darüber einig, dass das Web keineswegs tot ist, sondern sich lediglich wandelt; viele moderne Schnittstellen wie Chatbots, Sprachassistenten oder mobile Apps beziehen ihre Informationen weiterhin grundlegend aus dem Web oder dienen sogar nur als Wrapper für Webseiten.
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Im Zentrum der Diskussion steht der Einfluss von KI und LLMs auf die Webnutzung. Obwohl Chatbots Informationen zusammenfassen und aufbereiten können, bleiben Webseiten nach Meinung von Martin und Gary als primäre Datenquelle unverzichtbar, weil LLMs auf Web-Inhalten trainiert werden. Zudem eignen sich Webseiten besser, um Informationen zielgenau und präzise mit einer großen Gruppe zu teilen, während Antworten von Chatbots variieren können und nicht immer den gewünschten Punkt treffen. Bei der Informationssuche dienen AI-Overviews oft als Einstiegspunkt, der Nutzer letztendlich für tiefgehende Informationen wieder auf spezifische Webseiten führt.
Besonders wichtig sind Websites in Bezug auf Kontrolle und Freiheit der Inhalte durch die Autoren: Im Gegensatz zu sozialen Plattformen, die Inhalte durch Algorithmen filtern und die Monetarisierung oder Art der Inhalte stark reglementieren, bietet eine eigene Webseite Datenhoheit. Der Websitebetreiber entscheidet selbst über Design, Werbung, Affiliate-Links und das Hervorheben bestimmter Inhalte, ohne Gefahr zu laufen, dass ein Algorithmus die Sichtbarkeit einschränkt.
Zudem kann eine gut gemachte Webseite die Vertrauenswürdigkeit und Legitimität eines Unternehmens steigern. Dabei muss man aber aufpassen, dass sich dieser mögliche Vorteil nicht ins Gegenteil verkehrt, denn eine schlecht gemachte Website kann sich negativ auswirken.
Websites sind nach Meinung von Martin und Gary allerdings nicht für jeden Zweck zwingend erforderlich. Soziale Netzwerke eignen sich beispielsweise hervorragend für die Verbreitung von Inhalten und zum Schaffen von Reichweite, und in manchen Regionen führen Unternehmen ihre Geschäfte erfolgreich ausschließlich über Plattformen wie Facebook oder WhatsApp. Auch bestimmte Spiele-Apps generieren Millionenumsätze allein durch App-Stores und Werbung, ohne auf eine klassische Webseite angewiesen zu sein.
Wie so oft gilt auch bei der Frage, ob man eine eigene Website benötigt: "Es kommt darauf an": Eine Webseite ist ein Werkzeug, das dann sinnvoll ist, wenn man Unabhängigkeit von Plattformen, spezifische Funktionen oder eine zentrale Anlaufstelle benötigt, während für andere Ziele soziale Medien ausreichend sein können.

























