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GoogleGoogle verwendet unterschiedliche Signale, um Original-Inhalte zu erkennen. Inhalte hinter einer Paywall haben die gleichen Rankingchancen wie frei verfügbare Inhalte.

In der vergangenen Woche hatte Google ein Update bestätigt, das Original-Inhalten in den Suchergebnissen bessere Rankings gewähren soll. Zusätzlich gibt es demnach Mechanismen, die dafür sorgen, dass Original-Inhalte länger auf den oberen Suche-Positionen bestehen bleiben.

Aber wie genau erkennt Google Original-Inhalte, und welche Signale werden dazu genutzt? Zu diesen Fragen hat sich jetzt Richard Gingras, Vice President Google News, in einem Interview geäußert.

Ein wesentlicher Baustein sei es, die Entwicklung eines Clusters von Stories über die Zeit und die damit verbundenen Veränderungen zu beobachten, wie Gingras erklärte:

  • Gibt es weitere Fakten, Analysen, Kommentare oder neue Medien?
  • Welche Signale weisen auf den ursprünglichen Beitrag?
  • Gibt es Zitate, und sind diese Zitate einmalig, oder kommen sie in anderen Beiträgen vor?
  • Gibt es weitere faktenbezogene Informationen und / oder relevante Analysen?
  • Gibt es Erwähnungen anderer Beteiligter?

 

Interpretation widersprüchlicher Signale

Das Problem mit diesen Faktoren sei es laut Gingras, dass sie widersprüchliche Signale aussenden können. Ist zum Beispiel eine Erwähnung  eine Kenntnisnahme oder eine Empfehlung einer anderen Nachrichtenquelle, oder handelt es sich um eine Maßnahme, um sich gegen mögliche Fehler in der Berichterstattung einer Drittquelle abzusichern? Ist Redundanz wie "22 Personen tot", "Unfall tötet 22 Menschen" ein Zeichen mangelnder Originalität oder eine Pseudo-Verifikation?

Manche Signale können wie Gold scheinen, aber sich bei näherer Betrachtung als Katzengold erweisen. Das Erkennen von Original-Inhalten habe ihm ein Journalist als den Kern aller Bemühungen beschrieben, so Gingras. Die Menschen sagten, sie erkennen solche Inhalte, wenn sie diese sehen, aber wie solle man dies einem Algorithmus beibringen?

 

Bewertung vor allem in Umgebungen ohne Suchanfragen schwierig

Zur Frage, wie Google Original-Inhalte auf den oberen Rankings halten würde, erklärte Gingras, es komme immer auf den Kontext an und wie die Menschen auf Informationen zugreifen würden. Besonders schwierig sei dies in Umgebungen ohne Suchanfragen wie zum Beispiel Google News und Google Discover. Wie lange eine Story auf den oberen Plätzen bleibe, hänge vom Zeitverlauf und der Entwicklung der Story ab. Ist der Kerngegenstand der Story beständig, oder bewegt er sich mit der Berichterstattung durch andere? Wird die Story von anderen aus Wertschätzung erwähnt, oder wird sie eher hinterfragt?

So ist es zum Beispiel durchaus denkbar, dass ein Beitrag mit einer konträren Berichterstattung kurzzeitig auf den vorderen Plätzen erscheint, dann aber aufgrund zahlreicher Widersprüche in anderen Beiträgen aus den Top-Ergebnissen verschwindet. Es kommt also immer auch auf die ausgelösten Reaktionen an.

Die Sichtbarkeit und die Wahrnehmbarkeit bestimmter Original-Inhalte innerhalb der "Top Stories" würden in der Websuche sichergestellt, indem die "Freshness" der einzelnen Ergebnisse einander gegenübergestellt würde. Das sei ein fortlaufender Prozess, und man sei noch nicht am Ende, wie Gingras betonte.

 

Keine konkreten Informationen zu Rankingfaktoren

Man sei ständig dabei, Signale zu testen, die zum Erkennen von Original-Inhalten genutzt werden können, und man diskutiere mit Redakteuren und Journalisten. Allerdings könne man keine konkreten Informationen zu diesen Signalen veröffentlichen, um Manipulationen vorzubeugen, so Gingras. Das System müsse sich weiterentwickeln. Die Wirksamkeit der Bemühungen werde letztendlich von anderen beurteilt, und das sei gut so, wie Gingras anmerkte.

 

Google Qualitätsrichtlinien betonen Bedeutung von Original-Inhalten 

Die neuen Google Qualitätsrichtlinien beschreiben Original-Inhalte als ein weiteres Merkmal hochwertigen Journalismus, und das unabhängig von bestimmten Auszeichnungen.

Gingras betonte, dass die Google Qualitätstester keine Websites bewerteten, sondern Suchergebnisse. Daher gebe es keine direkten Auswirkungen auf die Rankings einzelner Stories.

Die Qualitätstester führten eine Prüfung daraufhin durch, ob die Rankingsysteme gute Ergebnisse lieferten. Das Feedback der Prüfer werde auch verwendet, um das maschinelle Lernen zu verbessern und Labels für Beispielergebnisse zu vergeben.

 

Transparenz der Rankings

Laut Gingras sorge Google auf drei verschiedene Weisen für Transparenz der Suchergebnisse:

  1. Die Richtlinien und Prinzipien der "algorithmischen Arbeit", also die Qualitätsrichtlinien, würden veröffentlicht.
  2. Man erkläre die eigenen Methodiken so genau und nachvollziehbar, wie dies im Rahmen der Sicherheit und unter Abwägung der Risiken von Manipulationen möglich sei
  3. Alle Ergebnisse stünden den Menschen zur Bewertung zur Verfügung.

Google entwickle Systeme, die Verfälschungen durch Einzelne in den algorithmisch ermittelten Ergebnissen ausschließen sollen. Dazu gebe es sowohl das Bewertungsprogramm als auch die "Honest Results Policy" ("Richtlinien für ehrliche Ergebnisse", Red.), welche diejenigen, die für die Suche und News arbeiten, davon abhalten sollen, sich mit Dritten bezüglich der Rankings abzustimmen.

Auf die Frage, ob sich dies alles nur auf englischsprachige Suchergebnisse auswirke, antwortete Gingras, dies funktioniere für alle Sprachen.

Zu einer möglichen Zusammenarbeit mit Facebook, das gerade an einem Bewertungssystem für hochwertige Quellen arbeitet, antwortete Gingras, Google unterscheide sich von Facebook. Google sei eine Plattform für das offene Web, wohingegen Facebook ein proprietäres soziales Netzwerk sei. Daher müssten unterschiedliche Betrachtungsweisen gelten.

 

Inhalte hinter Paywalls gleich gestellt

Zu bezahlpflichtigen Inhalten erklärte Gingras, diese erhielten die gleichen Ranking-Chancen wie frei verfügbare Inhalte. Man habe dazu das First Click Free-Programm zugunsten des Flexible Samplings eingestellt. 

Flexible Sampling ermöglicht es Publishern, bezahlpflichtige Inhalte auf zwei verschiedene Weisen zu präsentieren: Beim sogenannten Metering können Nutzer eine bestimmte Anzahl von Beiträgen frei lesen und müssen erst für weitere Beiträge bezahlen. Das andere Modell ist "Lead In": Hier steht nur ein Teil des Beitrags zur freien Verfügung, während für den kompletten Beitrag bezahlt werden muss.

Laut Gingras könne das überwiegende Anbieten von bezahlpflichtigen Inhalten dazu führen, dass die Nutzer solche Ergebnisse vermeiden. Untersuchungen zeigten aber, dass es besser sei, solche Entscheidungen den Publishern zu überlassen.

 


Christian Kunz

Von Christian Kunz

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