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SEO Myth Busting: Is more content better?In einer neuen Ausgabe von 'SEO Myth Busting' beantwortet Martin Splitt von Google Fragen von SEO Lily Ray zum Thema Content. Insbesondere geht es darum, wann es sich lohnt, mehr Content zu produzieren, warum die Wortanzahl kein Rankingfaktor ist und wieso es sich lohnen kann, Inhalte zusammenzufassen.

Einige der häufigsten Fragen, die sich SEOs und Webmaster immer wieder stellen, wurden in einer neuen Ausgabe von "SEO Myth Busting" beantwortet. Schwerpunkt dieses Mal: Welche Menge an Content ist die richtige? Zusammen mit SEO Lily Ray erklärte Martin Splitt, worauf man bei der Erstellung und der Pflege von Content achten sollte.

 

Nicht immer ist die Produktion von viel Content sinnvoll

Zunächst einmal ist es nicht immer sinnvoll, einfach mehr Inhalte zu produzieren. Das lohnt sich nur dann, wenn es auch etwas zu erzählen gibt. Aber wieviel Content sollte man produzieren? Das hänge laut Martin Splitt von der Art der Website ab. Handele es sich zum Beispiel um eine News-Website, dann gelte es, die aktuellen Nachrichten abzudecken. Gehe es dagegen um ein bestimmtes Produkt, zu dem nicht viel zu erzählen ist, sehe es schon wieder anders aus. Es gehe darum, den Nutzern relevante Informationen zu liefern. So könnten neue Inhalte auch bei vielseitigen Produkten mit unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten sinnvoll sein. 

Ältere Inhalte sollte man aktualisieren, wenn es signifikante Änderungen gegeben habe. Es sei aber auch möglich, neue Inhalte zu einem Thema zu erstellen und sie mit den alten Inhalten zu verlinken.

 

Wie viel Content ist zu viel Content?

Um zu bewerten, ob man zu viel Content erstellt hat, ist die Crawl-Statistik laut Splitt eine ungeeinete Anlaufstelle. Besser sei es, im Leistungsbericht zu schauen, ob es Impressionen ohne Klicks gab. Auch sollte man prüfen, ob es zwar Klicks gab, diese aber nicht zu den gewünschten Nutzerinteraktionen geführt haben. Inhalte, die nicht die gewünschte Leistung bringen, könne man löschen oder sollte sie ändern.

 

Für Hilfeseiten und andere Inhalte gilt: Zusammenfassen ist eine gute Wahl

Zur Frage, ob Hilfeseiten mit nur jeweils einem Satz in Ordnung seien, antwortete Splitt, es sei besser, Inhalte zu gruppieren und somit zusätzliche Informationen pro Seite zu bieten. Kaum jemand habe nur eine Frage, daher sei es besser, mehr Inhalte auf einer Seite zu haben. Das erhöhe auch die Chancen der Seiten auf einen Platz in den Suchergebnissen.

Auch allgemein sei das Zusammenfassen von Inhalten ein guter Weg: Google müsse weniger crawlen und wisse dann außerdem besser, welche Seite jeweils in den Suchergebnissen angezeigt werden solle. Das biete sich zum Beispiel für Unternehmen an, welche die gleichen Informationen auf verschiedenen Seiten anbieten.

 

Immer wieder die Wortanzahl

Angesprochen auf die Wortanzahl antwortete Splitt die bereits bekannte Aussage, diese sei kein Rankingfaktor. Man könne etwas in 50, 100 oder in 2000 Worten sagen - alles sei in Ordnung. Man müsse aber aufpassen: Wenn man sich immer und immer wiederhole, sei das ein Zeichen dafür, dass man zu viel schreibe.

Sollte man beobachten, dass die Wettbewerber, die vorne in der Suche erscheinen, mehr schreiben, bedeute das nicht, dass man selbst automatisch auch längere Texte erstellen müsse. Es gehe darum zu verstehen, was die Nutzer benötigen. Vielleicht würden die Konkurrenten dies nur zufällig in ihren langen Beiträgen abdecken, man könne dies aber auch in kürzeren Texten erreichen.

 

Automatisch erzeugte Inhalte können funktionieren

Zu automatisch erzeugten Inhalten sagte Splitt, diese können entweder funktionieren oder auch nicht. Wenn die Inhalte relevant seien, könnten sie erfolgreich sein - zum Beispiel auch für verschiedene Landing Pages zu einzelnen Städten. Wenn die Seiten aber einander zu sehr ähneln würden, könne Google diese als Duplicate Content werten. Grundsätzlich können Seiten mit automatisch erzeugten Inhalten also auch in der Suche ihren Platz finden, wenn sie die richtigen Informationen liefern.

Schon im Jahr 2018 hatte Google erklärt, dass automatisch erzeugte Inhalte nicht mehr automatisch abgelehnt würden.

Um Duplicate Content zu erkennen, verwendet Google laut Splitt ein Fingerprinting. Damit lassen sich zum Beispiel Duplikate auf internationalen Websites aufspüren, bei denen etwa die Landing Pages für Deutschland und die Schweiz bis auf den Preis, die Währung und einzelne Begriffe gleich seien.

 

Fazit

Immer wieder gibt Google an verschiedenen Stellen Tipps zur Erstellung von Content. Im aktuellen Video erhält man Antworten auf einige der wichtigsten Fragen. Das dürfte vielen Webmastern und auch vielen SEOs eine große Hilfe sein.

 


Christian Kunz

Von Christian Kunz

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