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M: digitaler Assistent von FacebookLange Jahre war klar, wer die erste Anlaufstelle für Informationen im Netz ist. Google bildete die Brücke zwischen der Informationsnachfrage der Nutzer und dem Informationsangebot der Unternehmen. Für die Vermittlung gab es Geld, das mit Anzeigen verdient wurde. Jetzt aber steht eine neue Generation der Informationsvermittler in den Starlöchern: die digitalen Assistenten. Und hier hat ein Unternehmen beste Chancen, Google den Rang abzulaufen: Facebook mit seinem in den Messenger integrierten digitalen Assistenten „M“.

Google, oder wie es heute heißt, Alphabet, verdankt seine Macht, Reichweite und seinen Umsatz vor allem der schnellen, umfassenden und benutzerfreundlichen Vermittlung von Informationen und der darauf aufbauenden Werbung in Form von AdWords. Diese Werbung spielt so viel Geld ein, dass Google auch in vermeintlich weniger lukrative Geschäftsfelder wie die Gesundheitsforschung, die Automobiltechnologie oder den Aufbau einer umfassenden Internet-Infrastruktur in schwach entwickelten Regionen  investieren kann.

Google hat seine Suche-Produkte konsequent weiterentwickelt. Statt wie früher lediglich zehn blaue Links anzuzeigen, enthalten die Suchergebnisseiten heute Informationen aus den verschiedensten Medien und Produktwelten wie zum Beispiel Bilder, Videos, Nachrichten oder Karten. Oft spielt Google dabei Ergebnisse aus eigenen Produkten aus, was schon zu starker Kritik geführt hat.

Das Ganze funktioniert allerdings nur so lange, wie die Nutzer Google als einzige oder zumindest als wichtigste Schnittstelle zu den Informationen sehen, die sie benötigen. Die Hoheit Googles auf diesem Gebiet könnte jedoch bald schwinden, denn es gibt inzwischen Dienste, mit denen sich nicht nur Informationen aufspüren lassen, sondern die im Auftrag der Nutzer auch Handlungen ausführen können: digitale Assistenten. Dazu gehört auch M von Facebook – ein digitaler Assistent, der sich gerade in der Testphase befindet und der in den Facebook Messenger integriert ist. M hat gleich mehrere Eigenschaften, die ihm eine rosige Zukunft verschaffen könnten:

  • Eine riesige Nutzerbasis (Facebook, Facebook Messenger, WhatsApp etc) – mehr als eine Milliarde potentielle Anwender
  • Ein gewaltiges Wissen über Personen, Unternehmen und die Verbindungen zwischen ihnen
  • Die Fähigkeit, Transaktionen im Dienst der Nutzer auszuführen

Beispiel-Szenario: M erkennt, dass man einen Flug gebucht hat. Auf dem Weg dorthin ist jedoch Stau. M fragt nach, ob er eine Fahrt mit der Bahn buchen soll, um noch rechtzeitig anzukommen und erkundigt sich, ob man erster oder zweiter Klasse reisen möchte. Die Informationen zur Bahncard liegen M vor, und er bucht das Ticket auf die ihm ebenfalls bekannte Kreditkarte.

Was bei der Betrachtung dieser Interaktionskette auffällt: Nirgends kommt Google ins Spiel, und damit gibt es auch keine Gelegenheit zur Ausspielung von Anzeigen. Wird die Nutzung digitaler Assistenten wie M also zur breiten Gewohnheit, muss sich Alphabet etwas einfallen lassen. Natürlich wäre es naiv zu glaubendort, bei Alphabet sei man sich dieser Risiken nicht bewusst. Nicht ohne Grund hat das Unternehmen gerade eine Umstrukturierung durchgeführt. Zu den Ursachen dürfte auch eine technologische Neuorientierung zählen. Mit Google Now verfügt das Unternehmen zudem ebenfalls über einen digitalen Assistenten, der als Basis für entsprechende Weiterentwicklungen dienen kann. Allerdings genießt Google Now im Unternehmen anscheinend nicht mehr die höchste Priorität: Man will sich lieber auf Chrome und Android konzentrieren.

Eines ist jedoch klar: Die Konkurrenz auf diesem Feld wird für Alphabet wesentlich größer sein, als man sie derzeit auf dem Suchemarkt erlebt. Das Unternehmen wird sich anstrengen müssen, wenn es sich gegen Apples Siri, Cortana von Microsoft, Alexa von Amazon und vor allem Facebook durchsetzen will. Dazu kommen weitere Produkte wie Slackbot oder noch in der Entwicklung befindliche Dienste, die auf maschinelles Lernen setzen.

 

Danke an TechCrunch

 


Christian Kunz

Von Christian Kunz

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