Einem aktuellen Bericht nach könnte der Wegfall des Suche-Deals mit Apple für Google sowohl spürbare Einnahmeverluste als auch einen deutlichen Rückgang des Marktanteils bei der mobilen Suche mit sich bringen. Dabei ist schon eingerechnet, dass viele Kunden wieder auf Google zurückspringen werden.
Wie das Online-Magazin Business Insider berichtet, haben Analysten der UBS-Bank geschätzt, dass Google aus dem Deal mit Apple im Jahr 2015 etwa 7,8 Milliarden US-Dollar an Bruttoeinnahmen erzielt, was ungefähr zehn Prozent der Gesamtbruttoeinnahmen Googles für das Jahr entspräche. Unter der Annahme, dass Apple zukünftig mit einem neuen Suche-Partner zusammenarbeiten würde und ungefähr die Hälfte der Apple-Nutzer dennoch wieder auf Google zurückstellen würden, entgingen Google somit etwa fünf Prozent der Bruttoeinnnahmen bzw. etwa drei Prozent der Nettoeinnahmen.
Für Google könnte das allerdings auch Vorteile bieten, denn da ohnehin ein Teil der Nutzer auf Google als Suche zurückstellen würde und Google keine Zahlung an Apple mehr leisten müsste, könnte das die Bewertung einer solchen Entwicklung in einem anderen Licht erscheinen lassen.
Verlust mobiler Marktanteile?
Im Hinblick auf die Marktanteile in der mobilen Suche trägt Safari auf iOS-Geräten laut UBS einen großen Anteil bei. Aktuell seien dies aktuell 43 Prozent. Selbst bei einer Rückstellrate von 50 Prozent - wenn die Vereinbarung zwischen Google und Apple nicht fortgesetzt würde - könnte Google also über 20 Prozent an Marktanteilen auf dem mobilen Suchemarkt verlieren. Andere Zahlen gehen dagegen von geringeren Marktanteilen der iOS-Browser aus - nach StatCounter liegt der Wert derzeit bei etwa 21 Prozent. Dadurch würde auch der potentielle Verlust Googles geringer ausfallen.
Zukuft der Apple-Suche
Apple hat viele Möglichkeiten, wie es hinsichtlich der Suche weitergehen kann. Neben einer Fortführung der Vereinbarung mit Google bietet sich auch Yahoo an, das zuletzt vor allem durch die Integration in den Firefox als Standardsuche für Aufsehen gesorgt hat. Bing ist ebenfalls als Partner denkbar und liefert bereits Ergebnisse für Apples persönlichen Assistenten Siri. Eine weitere Option für Apple wäre es, eine eigene Suche ins Leben zu rufen.
Titelbild © Alex - Fotolia.com