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AppsDas Nutzungsverhalten auf Smartphones ist bekanntlich anders als auf Desktop-PCs. Mobile Nutzer bevorzugen Apps und dafür weniger klassische Einstiegspunkte wie die Suche. Das bekommt auch Google zu spüren. Klar, dass der Konzern nach Möglichkeiten sucht, darauf zu reagieren. Steht das angedrohte schlechtere Ranking von Webseiten mit Interstitials damit in einem Zusammenhang? Ein Mitbegründer der Bewertungsplattform Yelp meint ja.

 

Mobile Nutzung: Apps statt Suche

Wer mobil im Internet unterwegs ist, nutzt dazu meist spezialisierte Apps. Egal, ob es sich dabei um Messaging-Dienste wie Facebook oder WhatsApp oder um das Abrufen spezieller Nachrichten handelt - der Einstieg in eine Online-Sitzung findet häufig über die installierten Programme statt.

Entsprechend weniger dagegen werden klassische Einstiegspunkte wie die Suche genutzt, die auf Desktop-PCs noch dominierend sind. Für Suchmaschinenanbieter und insbesondere Google stellt dieser Wandel eine Herausforderung dar, auf die reagiert werden muss. Google hat den Trend in Richtung Apps erkannt und bemüht sich um eine Integration von Apps und App-Inhalten in die Suchergebnisse.

 

Negative Bewertung von Interstitials: Sollen App-Downloads erschwert werden?

Interessanterweise wurde gerade bekannt, dass Google so genannte Interstitials, also Einblendungen von Werbung, die sich über den Inhalt von Webseiten legen, in bestimmten Fällen mit einem Ranking-Malus belegen will. Oft dienen solche Interstitials zur Bewerbung von Apps. Mit ihnen werden die Nutzer aufgefordert, die entsprechende App herunterzuladen und zu installieren. Und hier besteht eine mögliche Verbindung, die aufhorchen lässt: Die Frage ist, ob Google die Negativ-Bewertung von Interstitials nur indirekt vorschiebt, um in Wirklichkeit die Installation von Apps zu erschweren.

Diese Vermutung spricht zumindest Jeremy Stoppelman aus, einer der Mitbegründer des Bewertungsportals Yelp. Er sieht einen Interessenkonflikt: Ein Nutzer, der eine App herunterlädt, ist ein Nutzer, der mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit zukünftig weniger Suchanfragen ausführen wird. Als Beispiel nennt er dieses Beispiel: Ein Nutzer führt eine lokale Suche aus und lädt sich anschließend die Yelp-App herunter. Damit sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Nutzer zukünftig weitere lokale Suchen auf Google ausführen wird, weil er stattdessen die Yelp-App verwenden kann.

Stoppelman führt weiterhin an, dass Google bezüglich der Verwendung von Interstitials nicht konsequent sei, denn für die eigenen Apps kämen solche Unterbrecher auch zum Einsatz, was die Beispiele Gmail, Google Docs, News und Wetter sowie andere zeigen:Google: Interstitials für eigene Apps

 

Zudem sei laut Stoppelman eine von Google veröffentlichte Fallstudie wenig aussagekräftig, weil zu wenig Details über die Umstände genannt würden, die zur Klickrate von neun Prozent bzw. einer Absprungrate von 69 Prozent führten. Vor allem wird kritisiert, dass in der Fallstudie mobile Pageviews und App-Installtionen gleichgesetzt würden. Dabei ist eine installierte App in Wirklichkeit wesentlich höher einzustufen, da in vielen Fällen eine wesentlich engere Bindung des Nutzers erfolgt.

 

Fazit

Dass spezialisierte Apps das Bedürfnis nach den Diensten von Suchmaschinen reduzieren, liegt auf der Hand. Die Folgerung, Google wolle über die Negativbewertung von Interstitials die Verbreitung von Apps behindern, steht jedoch in einem gewissen Widerspruch zu Googles Bemühungen, Apps und deren Inhalte in den Suchergebnissen anzuzeigen, denn damit fördert Google wiederum die Verbreitung von Apps. Es steht fest, dass Google und die anderen Suchmaschinenanbieter durch den Trend hin zu Apps unter Druck stehen. Sie würden sich jedoch kaum einen Gefallen damit tun, sich diesem Trend in den Weg zu stellen, denn das würde irgendwann auf sie zurückfallen mit dem Ergebnis, dass keiner mehr ihre Dienste in Anspruch nehmen würde. Die Vergangenheit hat gezeigt: Kaum etwas ändert sich schneller als die Vorlieben der Nutzer im Netz und damit die von ihnen genutzten Dienste.

 

Titelbild © daboost - Fotolia.com

 


Christian Kunz

Von Christian Kunz

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