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Google PandaUngefähr einen Monat ist Panda 4.1 jetzt her, und es zeigt sich inzwischen deutlich, welche Webseiten besonders von dem Update betroffen sind. Die gute Nachricht dabei ist, dass man viel aus den Ergebnissen lernen kann. Worauf man besonders achten sollte, um bei zukünftigen Updates als Gewinner hervorzutreten, zeigt der folgende Beitrag.

Die Panda-Updates haben es Webseiten mit zu wenigen oder minderwertigen Inhalten immer schwerer gemacht, sich auf den oberen Plätzen der Suchergebnisse zu halten. Spätestens mit dem bisher letzten Update aus der Panda-Serie mit der Version 4.1 zeigt sich deutlich, wo die Schwerpunkte liegen, die eine Webseite ins Visier von Google geraten lassen können:

  1. Zu wenige Inhalte, so genannter "Thin Content" - oder sogar das gänzliche Fehlen substantieller Inhalte
  2. Duplicate Content - vor allem, wenn dieser in großem Umfang vorhanden ist
  3. Maschinell erzeugte Inhalte (durch Content-Spinning)

Zum Thema Duplicate Content: Hier geht es nur im solche Inhalte, die auch auf anderen Webseiten zu finden sind. Ein Beispiel dafür sind von Herstellern zur Verfügung gestellte Produktbeschreibungen, die von vielen Shopanbietern unverändert übernommen werden. Es geht nicht um Duplicat Content innerhalb einer Webseite, der zum Beispiel durch die Abrufbarkeit einer Seite unter verschiedenen URLs (etwa mit oder ohne 'www') entstehen kann. Google kann solche unbeabsichtigten Dopplungen inzwischen recht gut erkennen.

Diese Erkenntnisse sind nicht neu. Inzwischen gibt es jedoch detailliertere Informationen darüber, was zu einer Abwertung durch Panda führen kann. Glenn Gabe von G-Squared Interactive hat darüber einen Beitrag geschrieben. Seiner Meinung nach sind vor allem solche Fälle betroffen:

  1. Affiliate-Seiten ohne hlifreiche Inhalte, die nur als Übergang zu anderen Seiten dienen,
  2. Seiten, auf denen zuerst Werbung erscheint und danach die anderen Inhalte,
  3. Seiten, die zwar bisher gute Platzierungen in den Suchergebnissen hatten, aber fehlerhaft oder leer angezeigt werden,
  4. Doorway-Pages, Seiten mit Keyword-Stuffing, irreführenden Inhalten, Sicherheitswarnungen, Popup-Anzeigen und erzwungenen Downloads und
  5. Contentfarmen wie zum Beispiel Seiten mit vielen Anleitungen und How-Tos, die aber nur oberflächlich sind.

Das Ganze lässt sich auch auf unterschiedliche Seitentypen anwenden. Auch hier sind Muster erkennbar.

 

Informationsseiten

Einige Seiten mit generellen und allgemeinen Informationen gehören zu den Opfern von Panda 4.1, so zum Beispiel die Seiten answers.com und howstuffworks.com. Seiten, die sich auf Nischen spezialisieren und für bestimmte Themen in die Tiefe gehen, konnten dagegen profitieren.

 

Lokale Unternehmen

Webseiten von lokalen Unternehmen haben es oftmals schwer, weil sich die dort verfügbaren Informationen oft auf die Anschrift des Anbieters und wenige Angaben zum Leistungsspektrum beschränken. Die Webseite ist für viele kleine und mittelständische Untermehmen nach wie vor bestenfalls ein Nebenprodukt, das nicht regelmäßig gepflegt wird. Auch solche Seiten wurden teilweise das Opfer des Google-Updates.


Was kann man tun?

Aus dem Gelernten kann man zwei wesentliche Empfehlungen ableiten:

Spezialisieren ist besser als die Abdeckung breiter Themengebiete: Vor allem kleine und mittlere Webseiten sollten auf eine Themenfokussierung achten und eine Nische finden, in der sie tiefe und hilfreiche Informationen anbieten können. Spezialisten werden es leichter haben als Generalisten. Ausnahme sind die großen Themenportale, die es sich leisten können, eine große Themenbreite in angemessener Tiefe abzudecken.

Auch lokale Anbieter müssen ihre Webseite pflegen: Selbst für den kleinen Betrieb an der Ecke gilt: Nur gute und ausreichende Inhalte schützen vor einer Abwertung durch zukünftige Updates. Es sollte in der heutigen Zeit ohnehin selbstverständlich sein, als Gewerbetreibender über eine informative und zeitgemäße Webseite zu verfügen.

Beim Prüfen und Anpassen der Webseite kann man sich an dieser Reihenfolge orientieren:

Qualität prüfen: Beginnend bei den wichtigsten Seiten mit dem stärksten Traffic sollten alle Kriterien geprüft werden, die für Panda relevant sind, also vor allem die Inhalte, das Verhältnis von Bildern und Anzeigen zu Text, die Zahl der Anzeigen Above the Fold (im oberen Seitenbereich), die Ladezeiten etc.

Usability und User Experience prüfen: Wie gut sind die Seiten für die Nutzer verständlich, informativ, bedienbar? Erfüllen sie ihren Zweck?

Die restlichen Seiten prüfen: Nachdem die wichtigsten Seiten geprüft und optimiert sind, sollten auch alle anderen Seiten auf mögliche Fehler und Beeinträchtigungen kontrolliert und entsprechend angepasst werden.

Der Vorteil der Panda-Updates besteht darin, dass sie die Suchergebnisse tatsächlich verbessern. Wenn man sich als Webmaster oder SEO die zu Grunde liegenden Prinzipien der Panda-Updates zunutze macht, resultiert das erstens in besseren Webseiten und zweitens in Inhalten, die auch das Potential für eine vertiefte Nutzerinteraktion bieten.

 

Siehe dazu auch den Beitrag von Jim Yu auf Marketing Land

 

Bild © Brooklin - Fotolia.com

 


Christian Kunz

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