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Kontextbasierte Suche VorschauDie Suche, wie wir sie kennen, wird sich ändern. Standen bisher die Keywords als zentraler Aspekt im Mittelpunkt, wird sich Betrachtung in Richtung eines Ansatzes entwickeln, der auch den Kontext der Suchanfragen und die impliziten Bedürfnisse der Nutzer berücksichtigt. Bereits heute ist das Realität. Was bedeuten diese Änderungen für SEOs?

 

Suchanfragen bisher

Suchanfragen im herkömmlichen Sinn bestehen nur aus den eingegebenen Keywords des Nutzers. Am besten lässt sich die ursprüngliche Interpretation der Anfragen an einem Beispiel verdeutlichen. Sucht der Nutzer etwa nach „Fahrräder Karlsruhe“, so können damit unterschiedliche Interessen verbunden sein:

  • Der Nutzer möchte sich ein Fahrrad kaufen, sucht also nach Fahrradhändlern
  • Es wird ein Fahrradverleih gesucht
  • Der Nutzer interessiert sich für die Geschichte des Fahrrads, deren Ursprung auch in Karlsruhe liegt (Stichwort „Freiherr von Drais“)
  • ...

 

Sicherlich sind noch viele weitere Interpretationen der Suchanfrage möglich. Das Problem: Das bisherige Verstädnins der Suchanfragen klammerte die dahinter liegenden, impliziten Motive der Suchenden aus und richtete sich nur nach den aus den eingegebenen Keywords herauszulesenden Informationen. Der implizite Anteil wurde vernachlässigt.

 Implizite und explizite Bestandteile einer Suchanfrage

 

Kontextbasierte Suche

Berücksichtigt man nun auch die als implizit bezeichneten Aspekte einer Suchanfrage, können die Bedürfnisse des Suchenden viel besser bedient werden. Welche Faktoren können den Kontext der Suche bilden?

Kontextbasierte Suche

Denkbar ist eine fast endlose Reihe von Faktoren. Es liegt auf der Hand, zum Beispiel die aktuelle Tageszeit, die geografische Position oder auch das Endgerät des Nutzers (Smartphone, Tablet, Desktop) zu berücksichtigen. Je nach Verfügbarkeit können weitere Faktoren hinzukommen – man denke etwa an die gewählte Frontendsprache des Browsers oder die Such-Historie. So könnte sich zeigen, dass der Nutzer im oben genannten Beispiel schon öfter nach Kaufangeboten für Fahrräder gesucht hat und dies meist gegen Abend, wenn er Feierabend hat. Die Wahrscheinlichkeit, dass einer erneute Suche zur ähnlichen Zeit wieder das gleiche Interesse zugrunde liegt, ist also recht hoch.

 

Die kontextbasierte Suche findet bereits statt

Bereits heute ist die kontextbasierte Suche Realität. Es wird vermutet, dass Google selbst im nicht eingeloggten Zustand mehr als 50 Faktoren in die Berechnung der Suchergebnisse einbezieht. Dazu gehört nicht nur der aktuelle Ort, der spätestens seit dem Venice-Update eine wichtige Rolle spielt, sondern auch der Browsertyp und vieles mehr.

Auch Facebook bietet seinen Mitgliedern kontextbasierte Informationen an. Das war bereits mit dem EdgeRank der Fall und wurde nun mit dem neuen Algorithmus, dem News Feed Rank, auf ein sehr komplexes Modell erweitert.

 

Zukunftsmusik

Wohin die Entwicklung der kontextbasierten Suche gehen kann, zeigen zwei Beispiele. Da ist zunächst die neue Android-API "Activity Recognition", mit der Apps abfragen können, ob der Benutzer des Endgeräts gerade steht, läuft, mit dem Auto fährt oder zum Beispiel mit dem Fahrrad unterwegs ist. Das zweite Beispiel ist Behavio. Das Unternehmen wurde unlängst von Google aufgekauft und bietet Lösungen an, mit denen man  vorhersagen kann, was der Nutzer als nächstes tun wird. Als Basis dienen aktuelle und vergangene Zustände, die von Sensoren ihres Telefons geliefert werden: Temperatur, letzte Orte, letzte Suchanfragen etc.

Activity Recognition

 

Zur Kritik der kontextbasierten Suche

So praktisch die Einbeziehung der Umstände in die Interpretation der Suchabfrage auch sein mag, so sehr begründet sie auch ein Risiko. Wenn dem Nutzer nämlich nur – vermeintlich – passende Ergebnisse präsentiert werden, dann wird der Blick zur Seite bzw. über den Tellerrand verhindert. Ein schönes Beispiel lieferte Eli Pariser: Nachdem er in Facebook vermehrt auf die Beiträge seiner liberalen Freunde reagiert hatte und weniger auf die seiner konservativen Freunde, wunderte er sich, dass er keine Neuigkeiten der konservativen Kontakte mehr in seinem News Feed erhielt. Der Facebook-Algorithmus hatte entschieden, dass letztere Gruppe für ihn nicht mehr interessant war.

 

Was bedeutet das für SEOs?

Keywords werden in Zukunft nur noch einen Teil der Suchanfragen ausmachen – das ist schon heute so und wird sich weiter verstärken. Wie am Beispiel des Venice-Updates zu sehen ist, gibt es nur noch selten genau eine SERP pro Keyword. Die Varianz der SERPs wird rapide wachsen, und das umso mehr, je mehr Kontextfaktoren einbezogen werden. Lediglich für bestimmte Long-Tail-Keywords werden sich die Veränderungen in Grenzen halten.

Für SEOs ergeben sich dadurch große Herausforderungen, aber auch Chancen. Um den veränderten Rahmenbedingungen gerecht zu werden, müssen sie einige Aspekte beachten:

  • Verstehen der Kontexte ihrer Zielgruppe: In welchen Situationen könnte welches Keyword gesucht werden? Das bisherige Verständnis der Zielgruppen muss von rein demografischen Faktoren auf komplexe Situationen ausgeweitet werden.
  • Multiple Landing Pages für die wichtigsten Kontexte schaffen. Wie das funktionieren kann, zeigt der Ansatz der Hyper-lokalen Suche. Dabei wird die Position bzw. das für den Nutzer interessante Zielgebiet nicht nur auf grober Ebene von Stadt oder Region einbezogen, sondern bis auf die Ebene von Stadtteilen oder sogar Straßen heruntergebrochen. Für jeden Stadtteil oder jede Straße, die relevant ist, kann der Webseitenbetreiber eine eigene Landing Page erstellen und optimieren. Dieser Ansatz lässt sich auch auf andere Kontextfaktoren ausweiten.
  • Das Reporting der SEOs wird sich ändern müssen. Rein auf Keywords ausgelegte Erfolgsberichte werden nur noch wenig Aussagekraft haben. Die verschiedenen Kontexte müssen mit einbezogen werden.

 

Lediglich bei der Optimierung für bestimmte Long-Tail-Keywords werden sich die Änderungen in Grenzen halten. Das kann man unter anderem daran erkennen, dass sich die SERPs für diese Keywords in den letzten Jahren kaum verändert haben und nach wie vor hauptsächlich aus organischen Suchtreffern („Blue Links“) bestehen.

 

Fazit: SEO wird sich ändern

Wer nun glaubt, durch diese Änderungen sei SEO bald nicht mehr notwendig, dütfte sich täuschen. Die Anforderungen an die Optimierer werden sich aber verändern – und sie werden komplexer. Im Kern wird es zukünftig wohl vor allem um zwei Themen gehen: Die Optimierung für Long-Tail-Keywords auf der einen Seite und auf der anderen Seite die kontextbasierte Suchmaschinenoptimierung – unter Berücksichtigung der impliziten Suchanfrage-Elemente.

 

Siehe dazu auch den lesenswerten Beitrag von Tom Anthony

 


Christian Kunz

Von Christian Kunz+Mehr Infos hier.





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