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Gastbeitrag - SEO SüdwestSeit den Anfängen der Suchmaschinenoptimierung zählt der Linkaufbau im Bereich der Off-Page-Optimierung zu den klassischen SEO-Schwerpunktaufgaben. Das ist verständlich, denn nach wie vor zählt die Linkpopularität zu den wichtigsten Ranking-Faktoren, und Backlinks sind und bleiben hierbei die wichtigsten Gradmesser. Spätestens seit dem Penguin-Update von Google ist auch dem letzten SEO klar geworden, dass der Marktführer viele gängige SEO-Maßnahmen beim Linkbuilding als Manipulation interpretiert. In der Konsequenz könnte das sogar Herabstufungen für Webseiten nach sich ziehen, die Backlinks durch „nicht-spamverdächtige“ Optimierungsmaßnahmen erhielten. So jedenfalls der allgemeine Tenor in der SEO-Szene.

 

Die SEO-Szene ist verunsichert

Die Irritation in der SEO-Szene ist groß, denn inzwischen sind so ziemlich alle Linkquellen in Verruf geraten: von Forenbeiträgen über Kommentare bis hin zu Artikeln in Artikelverzeichnissen und sogar Gastbeiträgen auf fremden Blogs. Was bleibt, sind originäre Websites und eventuell Profil- und Fanseiten in den Social Media, obwohl wir bei Letzteren nicht sicher sind, ob Google demnächst nicht auch hiervor warnen wird. Kaum ein Monat vergeht, in der das Google-Webspam-Team nicht vor irgendeiner Linkquelle warnt und mit Abstrafung droht. Vor diesem Hintergrund stellt sich uns SEOs natürlich die Frage, ob Linkaufbau in 2014 als Maßnahme überhaupt noch relevant ist.


Google kann SEO-Links nicht unterscheiden

Alles, was bei Google zählt, ist hochwertiger, einzigartiger Content und ein natürliches Linkprofil. Gegen guten Content ist absolut nichts einzuwenden und, Contentmarketing zur Steigerung der Reputation von Unternehmen und Marken ist eine solide und vor allem unverdächtige Linkaufbau-Methode. Die offiziellen Statements vom Webspam-Teamchef Matt Cutts lassen nur den Schluss zu, dass dies künftig die einzigen akzeptierten Maßnahmen sein werden, um einer Seite zu mehr Backlinks zu verhelfen, die Linkpopularität zu steigern und schließlich die Sichtbarkeit der Seite in den generischen Suchergebnissen zu verbessern. Wir sind mit Google völlig einer Meinung, wenn es darum geht, „unsaubere“ Praktiken beim Linkbuilding zu sanktionieren. Den Linkaufbau als SEO-Maßnahme jedoch vollständig zu diskreditieren, halten wir für reichlich überzogen. Abgesehen davon bleibt es ein Rätsel, wie der Marktführer unterscheiden will, ob ein Link auf eine Seite durch einen Zufallsuser, dem diese Seite gefällt, oder einen SEO gesetzt wurde.

Google erkennt nur Auffälligkeiten

Unserer Meinung nach ist die Aufregung übertrieben, weil eine Unterscheidung zwischen einem Zufallslink durch einen Seitenbesucher undoder einemm SEO-Link über den Google-Algorithmus letztendlich nicht möglich ist. Wir denken vielmehr, dass Google andere Kriterien heranzieht, um eine solche Unterscheidung sicher treffen zu können. Blicken wir hierzu einmal auf die bis vor wenigen Jahren verbreiteten SEO-Praktiken zurück. Als seinerzeit eine neue Website mit einer bis dato unbekannten Domain gelauncht wurde, waren SEOs bemüht, den Linkaufbau vor allem in der Frühphase quantitativ zu beschleunigen. Gästebücher, Webkataloge, Linklisten und dergleichen boten sich hierfür an. Nur, die explosionsartige Zunahme von Backlinks auf eine fast unbekannte Seite, die Google soeben erst indexiert hatte, war für Google nun mal hochgradig auffällig. Die schlechte Qualität dieser Backlinks aus heutiger Sicht brauchen wir in diesem Zusammenhang nicht weiter zu vertiefen, und Links von diesen Quellen sind heutzutage sowieso ein No-Go. Ebenso wollen wir nicht weiter auf automatische erstellte Backlinks über Linknetzwerke, übermäßigen Linktausch und ähnliche Praktiken eingehen, die Google per Algorithmus inzwischen sicher erkennt.


Natürlicher Linkaufbau heißt das neue Mantra

Was aber auffällig bleibt, ist ein rasantes Linkwachstum innerhalb kurzer Zeit. Und genau das ist es, was wir SEOs unbedingt vermeiden müssen, um nicht ins Visier von Google zu geraten. Die einzige Möglichkeit, nicht negativ aufzufallen, ist, den Linkaufbau so natürlich wie möglich zu gestalten. Für eine neue Website bedeutet das, mit dem Linkaufbau erst in angemessenem zeitlichen Abstand zur Aufnahme der Seite in denm Google-Index zu beginnen. Sagen wir mal, - etwa drei bis vier Wochen nachdem die Seite erstmals im Index aufgetaucht ist. Anschließend kommt es darauf an, den Aufbau möglichst so voranzutreiben, dass keine regelmäßigen Linkaufbaumuster erkennbar werden. Falsch wäre es also, über einen längeren Zeitraum für eine feste Zeiteinheit wie beispielsweise eine Woche eine gleiche Anzahl neuer Backlinks auf die Seite zu setzen. Ebenso falsch wäre es, die Anzahl der Backlinks linear wachsen zu lassen. Also in der ersten Woche einen Backlink, in der Folgewoche zwei Backlinks, dann drei Backlinks usw. zu setzen. Alles, was nach Systematik aussieht, sollten SEOs tunlichst vermeiden. Das betrifft nicht nur die zu unterlassende gleichmäßige Verteilung einer definierten Anzahl von Backlinks über einen bestimmten Zeitraum hinweg, sondern beispielsweise auch immer gleich bleibende Ankertexte.


Qualität geht vor Quantität

Am natürlichsten wirkt ein Linkprofil dann, wenn es eine Mischung aus vielen unverdächtigen Linkquellen abbildet und die Links mit verschiedenen Attributen versehen sind. Das heißt, SEOs sollten nach Möglichkeit aus dem Content heraus verlinken, dabei unterschiedliche Ankertexte nutzen und Links sowohl mit „follow“ als auch mit „nofollow“ Attributen setzen. Dadurch kann der Verdacht erst gar nicht entstehen, dass ein SEO beteiligt ist. Es versteht sich inzwischen von selbst, dass die Linkquelle thematisch zur verlinkten Seite passen sollte. Natürlich kann es passieren, dass von Seitenbesuchern gesetzte Links dem Anspruch an ein natürliches Linkprofil eher schaden als nützen. Das ist zum Beispiel bei Sitewide-Links, die auf allen Unterseiten erscheinen, oder Footer-Links der Fall. Als SEOs können wir diese Links nicht entfernen. Wir können sie aber über das Disavow-Tool in den Webmastertools an Google melden und uns auf diese Weise davon distanzieren.

Fazit

Der Linkaufbau bleibt auch in 2014 ein wichtiges SEO-Thema, um die Sichtbarkeit einer Seite in den Suchergebnissen zu verbessern. Anders als früher ist jedoch bei Backlinks noch stärker auf die Qualität zu achten, damit die Maßnahmen greifen. Quantitative Strategien haben ebenso ausgedient wie Maßnahmen, die nur auf den guten PageRank einer verlinkenden Seite schielen. Stattdessen sollte immer die Themenrelevanz der Linkquelle im Vordergrund stehen. Ferner sollte darauf geachtet werden, dass Verlinkungen möglichst aus dem Content heraus erfolgen und unterschiedliche Ankertexte nutzen. Auch wenn Google ausschließlich Contentstrategien zum Zwecke des Linkaufbaus empfiehlt, werden sich die meisten SEOs nicht allein darauf verlassen wollen. Das brauchen sie auch nicht. Google wird nicht erkennen können, ob ein Link im Rahmen einer SEO-Maßnahme gesetzt wurde oder von einem User, der die verlinkte Seite als mehrwertig betrachtet. Und genau das ist die Zukunft des Linkbuilding. Indem sich ein Suchmaschinenoptimierer wie ein User verhält, verdächtige Linkquellen meidet und auffällige Aktionen unterlässt, sorgt er automatisch für ein natürliches Linkprofil. Und darauf kommt es beim Linkaufbau künftig an.

Mario JungDer Autor:
Mario Jung ist Internet-Unternehmer und führt seit 2007 die Social Media Agentur Meine-Reichweite.de, mit der er sich vor allem auf Suchmaschinenoptimierung und Dienstleistungen rund um Facebook spezialisiert hat. Neben seiner Agentur ist er auch an diversen anderen Startups beteiligt.

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