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EuropaEuropa hat ein Problem: Es gibt keinen globalen Webindex, der im Hinblick auf die Leistungsfähigkeit und den Umfang mit dem Marktführer Google mithalten könnte - sieht man einmal von der russischen Suchmaschine Yandex ab. Über kurz oder lang könnte das ein entscheidender Wettbewerbsnachteil auf dem Markt der Informationstechnologie werden. Die Initiative für einen Open Web Index möchte hier gegensteuern.

Die USA haben Google und Bing, Russland hat Yandex und China Baidu. Doch was ist mit Europa?

Europa ist eine der führenden Wirtschaftsregionen auf der Erde und steht in direkter Konkurrenz zu anderen Giganten wie den USA oder China. Weitrere Nationen wie Indien werden mittelfristig aufschließen. Die Bedeutung der Informationstechologie wird im Vergleich zu klassischen Wirtschaftssektoren, allen voran der industriellen Produktion, weiter zunehmen. Der uneingeschränkte Zugang zu Informationen wird für die Entwicklung der Unternehmen in diesem quartären Sektor von entscheidender Bedetung sein und mitentscheiden über Erfolg oder Misserfolg.

Und genau hier liegt (West-)Europas Problem: Im Gegensatz zu den USA (Google, Bing), China (Baidu) und Russland (Yandex) verfügt die Region über keinen eigenen Webindex, der es in seinen Dimensionen mit den etablierten Indizes der Marktführer aufnehmen könnte. Die Folge: Europäische Produkte und europäische Nutzer greifen auf die Dienste der internationalen Konkurrenz zu und bezahlen mit ihren Daten. Das ist bequem und verhindert den kostspieligen Aufbau eigener, ebenbürtiger Produkte gleich von Beginn an.

 

Das Problem sind die hohen Investitionen

Googles Index besteht aus vielen Milliarden Dokumenten. Diese müssen nicht nur einmal erfasst werden, sondern bedürfen auch regelmäßiger Updates, um den Index stets auf dem aktuellen Stand zu halten. Für diese Aufgabe betreibt Google zahlreiche Rechenzentren weltweit und investiert Milliarden von Dollar.

Um ein mindestens gleichwertiges Produkt in Europa zu etablieren, müssten riesige Summen investiert werden, die bereits für eine erste Version im dreistelligen Millionenbereich lägen. Für ein einzelnes Unternehmen wäre das nicht zu schaffen, zumal der anschließende Erfolg alles andere als gewiss wäre. Dazu kommt, dass die Entwicklung stetig weitergeht: Nach dem Aufbau eines aus heutiger Sicht aktuellen Indexes wären die internationalen Konkurrenten bereits auf einer neuen Entwicklungsstufe. Zukünftige Entwicklungen müssten also bereits bei der Planung eines neuen Indexes berücksichtigt werden.

All das befindet sich außerhalb der Möglichkeiten einzelner Unternehmen. Eine mögliche Alternative ist daher ein mit Hilfe von öffentlichen Mitteln erstellter Index, der dann allen Interessierten aus dem privaten, öffentlichen und wirtschaftlichen Bereich zur Verfügung gestellt wird.

 

Open Web Index: ein Index für alle

Die Grundidee eines offenen Webindexes ist einfach: Mit Hilfe öffentlicher Mittel wird eine Sammlung von Dokumenten wie Webseiten, Bildern, App-Inhalten etc. erstellt und regelmäßig aktualisiert. Der Aufbau eines solchen Indexes stellt die größte Hürde beim Bau einer Suchmaschine dar, weil dazu die entsprechende Infrastruktur, die passenden Mitarbeiter und sonstige Voraussetzungen geschaffen werden müssen. Selbst bei der Begrenzung auf das europäische Web ist das eine große Aufgabe.

Sobald ein solcher Index besteht, können Produkte und Dienste geschaffen werden, die auf diesen Index zugreifen. Dabei kann es sich um klassische Suchmaschinen handeln, mit deren Hilfe man den Index durchsuchen kann. Doch auch völlig andere Produkte und Dienstleistungen können von einem europäischen, offenen Index profitieren.

Doch wozu sollte man sich die Mühe machen und viel Geld und Zeit investieren, um etwas zu nutzen, das Google, Bing und Co. schon lange und scheinbar kostenlos anbieten?

 

Die Vorteile eines Open Web Index

Dienste wie Google oder Bing sind nur scheinbar kostenlos für die Nutzer, denn wir bezahlen für die Suchergebnisse mit unseren persönlichen Daten. Diese Daten werden von den Diensten genutzt, um zum Beispiel passende Werbung auszuspielen oder um Nutzerprofile zu erstellen, die für die Weiterentwicklung der eigenen Dienste verwendet werden.

Webindizes können als kritische Infrastruktur für die Informationswirtschaft betrachtet werden. Wenn sich diese Indizes außerhalb des eigenen, in diesem Fall des europäischen, Rechtsraums befinden, sind auch die Einflussmöglichkeiten der hiesigen rechtlichen Institutionen beschränkt. Das zeigt sich zur Zeit eindrucksvoll im Streit um das Recht auf Vergessen: Die EU fordert, dass Google und andere Suchmaschinen bestimmte Suchergebnisse weltweit löschen; Google weigert sich dagegen erfolgreich.

In Krisenfällen könnte es sogar so weit kommen, dass der Zugang zu den internationalen Indizes abgeklemmt wird. Europa wäre dann mehrerer seiner wichtigsten Datenquellen beraubt. Ein europäischer Webindex könnte diese Gefahr deutlich reduzieren.

Ein weiterer Vorteil eines öffentlich subventionierten Webindexes ist die Förderung neuer Investtitionen für Produkte, die auf dem Index aufsetzen. Wenn die Hürde der anfänglichen Investitionen zum Aufbau eines Indexes entfällt, ist der Anreiz zum Schaffen neuer Suchmaschinen und weiterer Dienste weitaus größer.

Und nicht zuletzt würde durch die Bereitstellung neuer Suchealternativen die Konkurrenz für die etablierten Suchmaschinen steigen, was letztendlich für diese einen Anreiz zur Verbesserung ihrer Dienste schaffen würde - mit entsprechenden Vorteilen für die Nutzer.

 

Open Web Index: die Herausforderungen

Ein Index, der es mit Google aufnehmen kann, ist nicht von heute auf morgen zu erstellen. Die Initiative "Open-Web-Index" spricht in einem Konzeptpapier von etwa sieben Jahren - auf dem Online-Sektor eine kleine Ewigkeit. Die technologische Entwicklung wird in dieser Zeit keine Pause einlegen. In sieben Jahren werden Suchmaschinen dem, was wir heute kennen, kaum noch ähneln. Das wird deutlich, wenn man sich die aktuellen Trends wie maschinelles Lernen oder sprachbasierte Suche ansieht. Die Suche wird mehr und mehr integraler Bestandteil vieler Produkte oder Apps. Man sucht, ohne wie früher eine Suchabfrage in eine Textbox einzugeben.

Diese Entwicklungen müssen bei der Planung eines neuen Webindexes so gut wie möglich berücksichtigt werden, damit das Produkt nach seiner Fertigstellung nicht bereits veraltet ist.

Zudem muss beim Aufbau des Indexes eingeplant werden, wie die zukünftige Nutzung aussehen wird und welche Dienste darauf zugreifen werden. Welche Daten sollen gespeichert werden, welche Rankingalgorithmen werden zum Einsatz kommen, wie groß wird die Zahl der täglichen Zugriffe sein (im Durchschnitt und zu Spitzenzeiten)? All das ist im Voraus nur schwer zu bestimmen.

Als europäisches Projekt muss zudem eine internationale Übereinkunft über die Rahmenbedingungen getroffen werden. Das bezieht auch und vor allem rechtliche Fragen ein, um nicht später zeitraubende Konflikte lösen zu müssen.

 

Wie ist der aktuelle Stand?

Derzeit finden noch Vorabstimmungen und Überlegungen darüber statt, wie genau ein offener Webindex für Europa aussehen könnte. Zu den Fragen, die geklärt werden müssen, gehören nicht nur technische Erwägungen wie zur Art und Skalierung der zu verwendenden Crawler, zu den Datenbanken und Indexierungssystemen, sondern auch und vor allem zu den wirtschaftlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen. Das Projekt befindet sich also noch in einer sehr frühen Phase. Die Teilnehmer aus dem Projekt stammen aus der Wissenschaft, der Wirtschaft und der Politik, die sich in regelmäßiger Abstimmung befinden.

 

Chancen für einen offenen Webindex?

Ob ein offener Webindex jemals zu einer ernsthaften Konkurrenz für Google und die anderen großen Suchmaschinen werden kann, ist aus heutiger Sicht schwer zu sagen. Zumindest erscheint das Vorhaben aus dem genannten Grund der Wahrung der europäischen Souveränität im Hinblick auf die Verfügbarkeit von Informationen sinnvoll zu sein. Sollte es tatsächlich zum Bau eines offenen Webindexes kommen, so werden die Nutzer der Dienste, die auf dem Index aufsetzen, über den Erfolg oder Misserfolg entscheiden.

 

Siehe dazu auch das Interview mit Prof. Dr. Dirk Lewandowski von der HAW Hamburg

 

 

 

 

 


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