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TestbildWie sähe es um den Berufsstand von SEOs aus, wenn Google von einem auf den anderen Tag abgeschaltet würde? Ein solches Szenario könnte sich in Australien ergeben. Gibt es für SEOs passende Alternativen?

Eine häufig vernommene Empfehlung lautet: Macht Euch nicht von Google abhängig. Damit sind normalerweise Betreiber von Websites und Onlinediensten gemeint, die nicht nur auf Traffic aus Google setzen, sondern sich auch um andere Kanäle bemühen sollten.

Doch es gibt eine weitere Gruppe, die sich ebenfalls in starker Abhängigkeit von Google befindet - zumindest einige davon. Es geht um die SEOs, und hier insbesondere um SEOs in Ländern, in denen Google der mit Abstand größte Akteur auf dem Suchemarkt ist. So lag nach Zahlen von Statista der Anteil Googles am mobilen Suchmaschinenmarkt in Deutschland im November 2020 bei über 95 Prozent. Viel Platz für Wettewerber bleibt bei diesen Zahlen nicht.

Es gibt nur wenige Länder, in denen andere Anbieter vor Google liegen bzw. in denen Google ernsthafte Konkurrenz erfährt. Dazu gehören zum Beispiel China mit Baidu, Russland mit Yandex und Tschechien mit Seznam.

 

Vieles ist auf Google ausgerichtet

In den meisten Ländern gibt es also eine starke Ausrichtung auf Google - nicht nur bei den Nutzern, sondern auch bei Webmastern und SEOs. Was Google verändert, welche neuen Features es gibt und welche Updates ausgerollt werden, all dies findet Aufmerksamkeit und wird fleißig verarbeitet und umgesetzt.

Ein Risiko, welches sich daraus ergeben kann: Sollte Google eines Tages vom Markt verschwinden, müssten viele Prozesse und Routinen erst einmal von Google auf andere Anbieter umgestellt werden. Statt John Müller, Gary Illyes oder auch Martin Splitt bräuchte es dann neue Ansprechpartner und Kontaktpersonen bei Suchmaschinen, welche die Rolle Googles übernehmen.

 

Australien als mögliches Beispiel

Dass ein solches Szenario nicht aus der Luft gegriffen ist, zeigt das Beispiel Australien. Google droht hier mit Rückzug, weil ein geplantes australisches Gesetz Google dazu verpflichten würde, für die Anzeige bestimmter Suchergebnisse zu bezahlen. Davon sollen zum Beispiel News-Publisher profitieren. Google wehrt sich dagegen und hat ein Statement per Video dazu veröffentlicht. Außerdem erscheint auf Googles Suchergebnisseiten in Australien ein Banner, welches auf das Video verlinkt.

 

Google wehrt sich gegen geplantes Gesetz in Australien, das Google zum Bezahlen für Links verpflichten würde

Bild: Search Engine Roundtable

 

Ein solches Szenario ist auch in anderen Ländern denkbar, und damit auch in Deutschland. Doch was würde passieren, wenn Google von einem Tag auf den anderen von der Bildfläche verschwinden würde? Hätten SEOs dann ein Problem?

 

Es gibt Alternativen auf dem Suchemarkt

Zunächst einmal gibt es Alternativen auf dem Suchemarkt. Hier wären Anbieter wie Bing oder DuckDuckGo zu nennen. Vor allem DuckDuckGo erfreut sich einer steigenden Nachfrage und konnte zuletzt die Grenze von 100 Millionen Suchanfragen pro Tag knacken.

Auch ohne Google könnten also die Suchanfragen der Nutzer bedient werden. Das Problem: Zumindest subjektiv bietet Google die beste Qualität an Suchergebnissen und die meisten Features in der Suche. Bei Bing gibt es dagegen das Problem, dass bestimmte Funktionen für deutschsprachige Suchergebnisse nicht zur Verfügung stehen. Zudem ist es fraglich, ob die Nutzer angestammte Gewohnheiten wie das Googlen einfach umstellen werden.

 

Die Suche wird auch zukünftig wichtig sein

Auf der anderen Seite wird es sicherlich zumindest bis auf Weiteres keine Alternative zu Suchmaschinen geben, wenn es darum geht, schnell und bequem an Informationen zu gelangen. Zwar gibt es für bestimmte Sucharten wie zum Beispiel für Produktsuchen inzwischen weitere stark gefragte Plattformen wie Amazon, aber dass sich das Sucheverhalten und die Nachfrage nach Suchmaschinen so schnell ändern werden, ist unwahrscheinlich.

 

Vielfalt könnte zunehmen - und damit auch die Arbeit für SEOs

Das zumindest ist eine gute Nachricht für SEOs. Dennoch wäre ein Verlust von Google für sie mehr als unbequem, denn viele SEOs haben sich ausschließlich auf Google und dessen Rankingfaktoren spezialisiert. Sie müssten sich dann auf die Arbeitsweise anderer Suchmaschinen einstellen - möglicherweise sogar auf mehrere Suchmaschinen zugleich, denn es ist gut möglich, dass der Suchemarkt dann ausgeglichener wäre. SEO könnte dann bedeuten, in verschiedenen Suchmaschinen wie Bing, DuckDuckGo und Ask auf Platz 1 ranken zu müssen. Der Aufwand für SEOs wäre dann entsprechend größer, damit aber auch das Volumen an Aufträgen.

Dass SEOs sich im Falle eines möglichen Wegfalls von Google nach Alternativen umsehen müssen, zeigt das Beispiel des australischen SEOs Dejan Petrovic. Er bietet für diesen Fall kostenlose Beratung zu Bing-SEO an:

 

Dejan Petrovic bietet kostenlose Beratung zu Bing an, wenn Google in Australien abgeschaltet wird

 

Hinzukommen könnten weitere Anbieter auf dem Suchemarkt, für die es sich nach einem Wegfall Googles eher lohnen würde zu investieren. Nicht zuletzt ist dabei auch an Initiativen wie den Open Web Index zu denken. Dabei soll auf europäischer Ebene ein Suche-Index erstellt werden, den Anbieter verschiedener Suchedienste nutzen können. Das würde die Vielfalt auf dem Suchemarkt weiter erhöhen.

 

Fazit

Das alles zeigt: Die Abhängigkeit von Google bedeutet für SEOs in erster Linie ein gewisses Maß an Bequemlichkeit und Verlässlichkeit. Das würde sich nach einem möglichen Wegfall von Google ändern. Alte Muster, Rankingfaktoren, Tools und Ansprechpartner würden sich ändern, und es müsste eine Umstellung auf die Gegebenheiten der anderen Anbieter erfolgen - Aufwand, der sich mit einem Marktführer wie Google mit einem entsprechenden Anteil am Suche-Traffic aktuell kaum lohnt.

Deutlich wird aber auch: Selbst ein Wegfall von Google würde den SEOs nicht ihre Existenzgrundlage entziehen. Es gäbe sicherlich eine schwierige Übergangszeit, doch solange die Menschen weiter auf der Suche sind und dazu Suchmaschinen verwenden, gibt es auch für SEOs etwas zu tun.

Bleiben wir also gespannt, wie sich die Dinge entwickeln werden. Und vielleicht kann es ja nicht schaden, sich statt nur mit Google auch ab und zu mit anderen Anbietern von Suchmaschinen zu beschäftigen - nur für den Fall.

 

Titelbild: Copyright Dirk Schumann - stock.adobe.com

 


Christian Kunz

Von Christian Kunz

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