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Voice SearchZur Prüfung von Suchergebnissen, die per Voice Search geliefert werden, hat Google jetzt erstmals Bewertungsrichtlinien veröffentlicht. Mit ihnen können Qualitätsprüfer die Güte der Ergebnisse einschätzen.

 

Der Anteil gesprochener Suchanfragen am gesamten Sucheaufkommen wird zukünftig stark ansteigen. Laut Google wurde schon im vergangenen Jahr fast jede fünfte Suchanfrage per Sprache gestellt. Das liegt vor allem an neuen Technologien wie dem Google Assistant in Verbindung mit Google Home oder Amazons Alexa in Kombination mit dem Echo-Lautsprecher.

Die Voice Search bzw. die sprachbasierte Suche stellt andere Anforderungen an die Ergebnisse, als es bei herkömmlichen Suchanfragen der Fall ist. Das liegt vor allem dran, dass die Ergebnisse in der Regel nicht auf einem Bildschirm angezeigt, sondern lediglich in gesprochener Form zurückgeliefert werden. Dadurch ergeben sich besondere Anforderungen an die Formulierung und die Länge der Ergebnisse.

Für herkömmliche Suchergebnisse wendet Google schon seit Langem spezielle Qualitätsrichtlinien (PDF) an, die von Testpersonen für die Bewertung der Ergebnisse genutzt werden. Diese Qualitätsrichtlinien werden regelmäßig aktualisiert, zuletzt im August dieses Jahres.

Neu sind jetzt eigens für die Voice Search erstellte Richtlinien (PDF), die speziell auf die Anforderungen gesprochener Suchergebnisse eingehen. Darin geht es sowohl um die inhaltliche als auch um die formale Qualität der Ergebnisse. Wie in den Standard-Qualitätsrichtlinien auch, können die Prüfer bewerten, ob ein Ergebnis den Anforderungen voll, weitgehend, teilweise, weniger oder gar nicht entspricht.

Das zeigt das folgende Beispiel für die inhaltliche Bewertung eines Ergebnisses: Für die Suchanfrage "Wie groß ist Angela Merkel" würde die Antwort: "Angela Merkel ist 1,65 m groß." den Anforderungen voll entsprechen, weil das Informationsbedürfnis des Nutzers voll und korrekt abgedeckt wird.

Anderes Beispiel: Die Suchanfrage nach "Wie wird das Wetter heute Abend" führe zum Ergebnis: "Ich habe die Frage nicht verstanden." Dieses Ergebnis entspräche den Erwartungen nicht und wäre entsprechend negativ zu bewerten.

 

Stil und Grammatik werden noch bedeutender

Hinsichtlich des Formats und des Stils der gelieferten Antworten sollen mehrere Kriterien berücksichtigt werden:

  • Die Länge: Anders als bei Suchergebnissen in Textform können gesprochene Suchergebnisse nicht quergelesen und damit abgekürzt werden. Sie dürfen daher nicht zu lang sein. Zu kurze Ergebnisse sind ebenfalls zu vermeiden, weil sie ansonsten lückenhaft sein können.
  • Die Formulierung: Um möglichst verständlich zu sein, ist ein klarer, strukturierter Aufbau der Antwort notwendig. Hier kommt es vor allem auf eine fehlerfreie Grammatik an.
  • Die Sprachgüte: Hier kommt es auf die passende Aussprache und Satzmelodie an.

Die Qualitätsprüfer können die Bewertungen für jedes Ergebnis anhand eines speziellen Eingabeformulars notieren. Für jedes Prüfkriterium steht eine sechsstufige Skala zur Verfügung:

 

Google: Bewertungsformular für sprachbasierte Suchergebnisse

 

Die Resultate der Qualitätstests werden dazu verwendet, die für die Berechnung der Suchergebnisse verantwortlichen Algorithmen zu verbessern. Dabei kommt es vor allem auf den Top-Treffer an, denn anders als in der herkömmlichen Suche wird in der Voice Search meist nur ein Ergebnis präsentiert.

Die Prüfkriterien geben wichtige Hinweise, worauf es Google in der sprachbasierten Suche ankommt. Zukünftig wird die formale und stilistische Qualität sicherlich eine noch größere Rolle spielen als bisher. Nur solche Webseiten, die höchsten Standards genügen, dürften es dann noch schaffen, als Top-Ergebnis ausgewählt und vorgelesen zu werden.

In diesem Zusammenhang wäre es sicherlich auch hilfreich, in der Google Search Console die Suchanfragen, die per Voice Search gestellt wurden, gesondert betrachten zu können. Google wehrt sich allerdings noch und zögert, eine solche Möglichkeit anzubieten.

 

Titelbild © maroke - Fotolia.com 

 


Christian Kunz

Von Christian Kunz

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